Teil eines Werkes 
17. Band, Winterspenden : Erzählungen und Novellen : 2. Band (1833)
Entstehung
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ſandten mit dem Gevatterſchreiben. Der Prälat fragte den Geiſtlichen, ob Maria Eduards Gat⸗ tin ſey. Der Probſt zuckte die Achſeln, und antwortete, dem vom Markgrafen empfangenen Auftrag gemaͤß: Nicht ſeine Gemahlin ſey Ma⸗ rie, wohl aber ſeine Vice-Gemahlin. Der Nuntius laͤchelte verwundert ob dieſer Antwort, und erwiederte:Ehefrauen beſagter Ordnung kenne er nicht, und vermoͤge deshalb nicht, im Namen Sr. Heiligkeit das Mägdlein aus der Taufe zu heben. Um jedoch dem Markgrafen ſeine Ergebenheit zu bezeugen, wolle er die Handlung in ſeinem eigenen Namen mit Got⸗ tes und der Heiligen Beiſtand vollziehen. Sogar dieſe unumwundene Erklärung konnte den Markgrafen nicht bewegen, ſeine rechtmaͤ⸗ ßige Ehe mit Marien kund zu thun, und er nahm des Legaten perſoͤnliche Gevatterſchaft an. Das Kind erhielt in der Taufe den Na⸗ men Lucretia, und ein feſtliches Mahl feierte zu Murano dieſen Tag. Als der Abend daͤmmerte, bereitete ſich der paͤbſtliche Geſandte, nach Ve⸗