Teil eines Werkes 
17. Band, Winterspenden : Erzählungen und Novellen : 2. Band (1833)
Entstehung
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vollen Verſtand, und Marie habe es lediglich ihren Reizen zuzuſchreiben, wenn dem armen Manne der Kopf davon gelaufen ſey.

Marie befahl ihr heftig, zu ſchweigen, und eilte, an allen Rerven zitternd, in ihr Gemach. Die Erſchuͤtterung ihres reizbaren Koͤrpers blieb nicht ohne Folgen. Noch in derſelben Nacht ſchlug die entſcheidende Stunde. Die Ahnung der Mutter hatte ſie betrogen, ein friſches ge⸗ ſundes Maͤdchen entwand ſich ihrem Schooße, und ſie benetzte mit einem wiederholten:Gott⸗ lob! das Pfand ihrer Liebe mit ihren dankbaren Thränen. Selbſt aus des Markgrafen verſchloſ⸗ ſener Bruſt brachen Strahlen der Vaterfreude hervor, als ihm die Tochter in den Arm gelegt wurde, und er kuͤßte Mund und Stirne der reizenden Mutter mit der Zärtlichkeit, welche die erſten Tage ihrer Liebe verklaͤrt hatte.

Um ſeiner Tochter einen ehrenwerthen Pa⸗ then zu gewinnen, ſandte Markgraf Eduard ſei⸗ nen Beichtvater, den Probſt Franz Born von Madrigal nach Venedig an den päbſtlichen Ge⸗