Teil eines Werkes 
17. Band, Winterspenden : Erzählungen und Novellen : 2. Band (1833)
Entstehung
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Alte, und das Verſtauen der Fremden belohnte ſie dafuͤr. Sie wußte recht gut aus Mariens . Munde, daß die Bande der Ehe ſie an den Markgrafen Eduard von Baden feſſelten, was auch die Welt ſpreche, und der Markgraf ſelbſt. Sie wußte, daß Marie, obgleich von Liebe und znttite⸗ Gemahl durchdrungen, ein ungluͤckliches, zwiſchen tauſend Zweifeln ſchwankendes Leben führte, und daß ſie mit Pein und Sorge den Augenblick ihrer Nieder⸗ kunft erwartete.O, wenn der Himmel mir einen Sohn ſchenkte, ſeufzte ſie oft, wenn ihr Gefuͤhl die Rede auf ihre Hoffnungen gebracht hatte:dann wuͤrde wohl Vieles anders wer⸗ den! Auf ſo viel Gluͤck darf ich jedoch nicht hoffen. Ich wäre ſchon uͤberſelig, wenn ich nur ein lebendes Kind, wenn gleich eine Tochter, in des Vaters Arme legen duͤrfte. Allein eine trausige Ahnung fluſtert mir immer zu: Du wirſt ein todtes Kind gebaͤren, und dann... dann reißt vollends das leichte Band, mit wel⸗

chem aufbrauſende Leidenſchaft meinen geliebten