Teil eines Werkes 
51. Band, Der König von Zion : romantisches Gemälde aus dem sechszehten Jahrhundert : 1. Band (1840)
Entstehung
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Straatener, ſeinem giftigen Unwillen nicht mehr gebie⸗ tend, drehte der Tocter mit einer Verwünſchung den Rücken zu, und rannte die Gaſſe hinab. Matthieſen und Diwara gingen in das verrufene Haus.

Sie fanden Miekje mit zerrütteten Haaren, in Ry⸗ nalds und Rotgers Armen hängend, und ſchreiend:Hel⸗ fet mir! rettet mich! Er kommt, mich zu tödten; er hat meinen Untergang geſchworen, um ſeinen Freveln die Krone aufzuſetzen.

Vor der Erbebenden ſtand plötzlich ihr Gatte, im leichten Wanderrock, den breiten Hut über der Schulter, einen Stab in der Hand, unter'm Arm die Bibel. Miekje verbarg vor ihm das Angeſicht. Diwara, die nur mit Mühe aus Johanns Zügen das Bild des Lehrknaben herausfand, das ihr einſt ſo ſehr gefalen, hing an ihm mit den Augen. Sein Autlitz war gefaßt und ernſt; keine Spur von Verrücktheit oder von Zorn auf ihm zu ſehen. Strenge klang jedoch ſeine Rede, da er begann: Weib, fürchte Dich nicht. Meinen Geiſt gelüſtet nicht nach Deinem Tode. Deine Zeit iſt noch nicht um; aber, da Du noch einmal gezweifelt an mir berückt von der frechen Verläumdung eines falſchen Apoſtels und von den Schlangenzungen der Ungläubigen, ſo verſtoße ich Dich, indem ich mich ſelbſt verbanne. Sieh' hier meinen Rock, ſieh' hier meinen Stab. Beide brachte ich in Dein Haus; ich nehme nur dieſe beide mit mir hinweg. Demuth iſt mein Stecken, bis die Weiſſaaung ſich erfüllen, und der Herr das Schwert in meine Hände geben wird. Wäre es ſchon jetzo mir zu Theil, Du hätteſt Deine Strafe erlitten. aber Demuth iſt noch heute mein Stab. Beſſere Dich; mich, ſeinen unwürdigen Sohn, wird der Vater leiten.

Matthieſen trat raſch auf ihn zu, ſtarrte ihn lange an, und ſagte, ihn umarmend:Du wirſt ein Ruͤſtzeug