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ſeinen Ohren:„Das iſt der, welcher Zerdam's Natje und ihr Kind verdarb!“ Er blickte jedoch ſauftmüthig um, und fragte:„Wer iſt es, der mich richtet, als nur der Herr allein? Richtet nicht den Unſchuldigen, meine Freunde.“
Die Nengierde, das Erſtaunen über ſolch ungewöhn⸗ liches Betragen machten das Volk beweglich, daß es dem Hinwandelnden nachlief, die Einen voll Hohn und Lach⸗ luſt, die Andern unwillkürlich durchdrungen von Ehr⸗ furcht. Der lange Matthieſen, durch das Geſchrei auf— merkſam gemacht, ſchlu ſeinen Scwäher auf die Schulter und ſprach, dem Peter Bluſt nachdentend:„Der iſt ein rechter Apoſtel, der auen Reichthum hinter ſich läßt, um den Herrn zu ſuchen, und wie jener Mann macht es auch der unwürdige Knecht Gottes, der vor Dir ſteht, alter Heide.“
„Ihr nehmt Euch ſehr viel heraus gegen den Vater Eures Weibes,“ ſtotterte Straatener von Geldern.
Matthieſen lächelte verächtlich, warf die dicken Lippen vornehm anf:„Was kann die ſchmutzige Muſchel dafur, daß in ihr die Perl gedeiht? Dank' ich's dem Aehren⸗ ſtengel, ſo auf ihm ſechzigfältiger Waizen wächst?“
„O weh, da iſt er abermals in ſeine Bäckergleichniſſe gerathen!“ ſeufzte Straatener, und wollte ſich die Ohren zuhalten. Mattbieſen riß ihm die Hände davon weg und ſagte ihm vernehmlich und gelaſſen:„Du alter Wucherer haſt vergebens geſucht, mich in Deine Klauen zu ver— wickeln. Der Geiſt hat mir eingegeben, daß ich mein Handwerk liegen laſſen, meine Gerechtigkeit und Kund⸗ ſame verkaufen ſolle. Ich hab's geſtern gethan, und ziehe jetzt in die Welt, das wahre Evangelium zu lernen und ſodaun zu verbreiten.“
„Alle Heilige, ſteht bei mir!“ rief Straatener ent⸗ ſeht:„iſt das wahr, meine Tochter?“


