Teil eines Werkes 
51. Band, Der König von Zion : romantisches Gemälde aus dem sechszehten Jahrhundert : 1. Band (1840)
Entstehung
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Augeuliedern erkannte. Peter Bluſt neigte ſein unbe⸗ weglich, wie aus Stein gehauenes Geſicht über ihn, und ſagte mit ſeinem gewöhnlichen Jeremiastone:Mein Bru⸗ der, ſteh' auf und wandle; denn wahrlich: der Geiſt treibt mich, mit Dir zu reden

Ohne Weigerung, mit offenen Ohren und niederge⸗ ſchlagenen Blicken folgte Jan dem Gebote. Die Menge des Volks verſtummte, mit Ausnahme der Wirthin, die da kläglich aufſchrie:Ach Vetter, was ſoll Euere un⸗ reine Gegenwart in dieſem Hauſe 26 und auf dieſe Rede gingen erſt wieder, leiſe gemurmelt, die Namen des Pe⸗ ter Bluſt und der Natje Zeredam, von allerlei Ausru⸗ fungen begleitet, in der Runde umher.

Der Kaufmaun ſprach aber zu der Muhme hart: Was hab' ich mit Dir zu ſchaffen, Weib? Komm, mein Bruder, denn, was ich Dir zu ſagen habe, iſt nicht für die Ohren der Ungläubigen und Heiden. Er nahm den Betänbten unter den Arm wie ein ſchwankendes Kind, und führte ihn nach ſeiner ihm wohlbekannten Schlaf⸗ kammer. Miekje folgte leiſe und von ihnen unbemerkt, bis au die Thüre der Kammer. Rotger hielt vor der Treppe Wucht, dem neugierigen Pöbel zu wehren, der den ganzen Raum der Schenke anfüllte, und, alles Zu⸗ redens des Studenten ungeachtet, nicht von dannen wich.

Derweilen ſagte auf der Straße Matthieſen ganz ruhig, aber vernichtend, zu dem Obermeiſter:Ihr ſeyd ein eckelhafter Knauſer und ein prahlender Geſell, der das Maul voll nimmt, während im Beutel nichts ſteckt. Ihr ſeyd ein Diener des Baal und Mammon, aber den⸗ noch ein blutarmer Hund auf Erden. Ihr wollt, ich ſolle Brode auf Brode kueten, wie Ihr Flicken aut Flicken ſetzet? Euer Ruhm iſt nicht fein. Wiſſet Ihr nicht, daß ſchon ein wenig Sauerteig den ganzen Teig verſäuert 2