Teil eines Werkes 
51. Band, Der König von Zion : romantisches Gemälde aus dem sechszehten Jahrhundert : 1. Band (1840)
Entstehung
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Rohes Gelächter der Einen, murrendes Bedauern Anderer antwortete dieſem Vorſchlage. Indeſſen wurde eine klangvolle Weiberſtimme in dem Haufen der Neu⸗ gierigen laut:Um des Herrn Gedächtniß willen, Vater! was macht Ihr da?

Straatener ſchaute ſchnell auf, ließ die Feuerzange, die er ergriffen, fahren, und rief, halb gerührt, halb zornig:Diwara? mein Kind? Wo ſteckſt Du, unge⸗ rathene Tochter 2

»Und ſie werden ſeyn ein Leib, und der Mann ſoll ſoll ihr Herr ſeyn! antwortete eine gräulichtiefe Stimme aus dem Munde eines rieſenhaften Mannes, der neben Diwara ſtand:Kommt heraus, Meiſter Straatener, wenn Ihr die Frau Matthieſen ſehen und begrüßen wollt.

Der kleine Obermeiſter ging verdroſſen auf den thurm⸗ hohen Schwiegerſohn los, der zu ſeiner friſchen, üppigen Ehefrau ein wunderſames Seitenſtück abgab, mit ſeinem dicken und breiten Kopfe, umwildert von ſtraffen Mäh⸗ nen, wie die eines Leuen und mit ſeinen vorliegenden großen Augen, die bald in trübſter Melaucholie vor ſich hin glotzten, bald rothunterlaufen funkelten, wie eines lauernden gewaltigen Raubthiers.

Die Begrüßung des Harlemer Ehepaars wurde unter dem Getümmel kaum von irgend Jemand bemerkt, als gerade nur von Miekje, die mit einer Hand- und Kopf⸗ bewegung gegen Diwara zu ſagen geſchienen hatte: O ſiehe, in welchem Elend Du mich findeſt! Alle Blicke waren auf Jan gerichtet, der, Diwara's Anrede verneh⸗ mend, mit den Wimpern gezuckt, ſeine Augäpfel bewegt hatte. Er rührte auch ſeine Glieder, wie zum Aufſtehen, und Rotger ſpottete eben:Gottlob, daß er wieder aus dem Grabe ſteigt, der arme Lazarus, als ein plötzliches Zittern Bockelſon's Körper überlief, bei der Annäherung eines Menſchen, den er nur zu gut hinter den blinzelnden