Teil eines Werkes 
51. Band, Der König von Zion : romantisches Gemälde aus dem sechszehten Jahrhundert : 1. Band (1840)
Entstehung
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nald beruhigte bald die klagende Frau, bald rief er zu wiederholtenmalen und in vollem Schmerze aus:O des Unſeligen, dem des Wahnwitzes Dämon die Worte des hetligſten Erlöſers in den geifernden Mund legt, gleichſam, um das Kreuz und das Evangelium zu ſchmähen! Wer hilft dem Unſeligen, dem Armen 2

Es ſammelten ſich die Nachbarn um den läſternden.

Kranken, um die wilden Helfer, die ſchlagend und ſtoßend ſich kaum vor Jan's Zähnen und Klauen ſichern konnten. Gebt Ruhe mit Euerm Heulen? ſagte Einer zu der Wirthin:Der iſt nicht toll, der ſtellt ſich nur verrückt.

Ein trefflicher Komödiant, das muß man ihm laſ ſen, hohnte Jockum van Geeſt, Jan's ehemaliger Spiel⸗ genoſſe.

Pah! pah! die Blutſchuld drückt ihm's Herz ab,

bemerkte wieder ein Anderer, mahnend zum Himmel deutend. Dumm Geſchwätze, eiferte Overcamp, der Weber: Er bekehrt ſich; der gute Geiſt ſchlägt ſich in ihm mit dem Teufel und hat obgeſiegt; darum treibt er ſelber die liederliche Wirthſchaft aus, die er geſtiktet.

Ich glaube ſelbſt, daß der Gaukler uur Blendwerk treibt, meinte Rotger, der uber den gleichſam berechneten Widerſtand Bockelſon's nachgerade böſe wurde. Da ließ ſich der Letztere mit einemmale ganz ſteif und ſtarr wie ein Scheit Holz darnieder gleiten, und röhrte ſich nicht. Seine Augen ſtarrten in die Höhe, als ſähen ſie nicht.

Er ſtirbt! zeterte Miekje, und riß die Haube ab, ihre Haare zu zerranfen. 3

Sein Herz ſchlägt ruhia, und wie ein Glockenſchwen⸗ gel gleichmäßig, ſpottete Straatener:Gebt eine glü⸗ hende Kohle her, daß wir den ſtarren Tod vertreiben.