Teil eines Werkes 
51. Band, Der König von Zion : romantisches Gemälde aus dem sechszehten Jahrhundert : 1. Band (1840)
Entstehung
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vergeſſend, in die Schenke ſah. Die rußigen Trinkgäſte ruͤckten zuſammen, ſpitzten die Ohren, ließen die karteln⸗ den Fäuſte ruhen.

Da ſprang, wie von einem Fußtritt, die Treppen⸗ thüre auf, und Jan taumelte herein. Sein Aublick war furchterregend. Aus dem grauen Nachtgewande ſtarrten ſo blaß der Kopf, ſo lang und hager die Hände, deren rechte eine Geißel, von Stricken zuſammengeflochten, ſchwang; die Linke trug mit angeſpannter Kraft das ſchwereingebundene Buch der heiligen Schrift. Die Au⸗ gen des von Krankheit und Begeiſterung Verzückten trieben ſich mit Gewalt aus ihren Höhlen, und muſter⸗ ten wild und irre, was ihnen ſich darſtellte. Nicht lange jedoch und der Mund des ſeltſamen Wandlers brach ſchäumend in die Worte aus:Stehet nicht ge⸗ ſchrieben, mein Haus ſoll heißen ein Bethaus allen Völ⸗ kern? Ihr aber habt eine Mördergrube daraus gemacht 26 Zweimal wiederholte Jan denſelben Spruch mit ſtei⸗ gender Wuth, und fiel ſodann über ſeines Hauſes Gäſte her, die uuter ſeinen Schlägen, den Wahnſinnigen als ein Geſpenſt fürchtend, ihres Körpers Stärke vergeſſend und aufgebend, ſchreiend und wehklagend, davon eilten, und das Weite ſuchten. Kaum hatten ſie die Schwelle hinter ſich, als Fan's Zoru ſich gegen die Geräthſchaften der Schenke kehrte. Er zertrümmerte, was ihm in die Hände fiel.

Miekje, zitternd vor dem Verluſt, der ihrer Habe bevorſtand, rief mit gerungenen Händen:Jan, was thuſt Du, biſt Du ganz raſend geworden? Meine Freunde, hilft keiner von Euch einem armen Weibe 2 Rotger ſprang, ohne ſich zu beſinnen, auf den Wilden los, ihn zu packen. Straateuer, eine Gelegenheit ſuchend, ſeinen Grimm durch einige Mißhandlungen an dem Gilde⸗ bruder auszulaſſen, folgte dem Beiſpiel des Webers. Ry⸗