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Grabe einen Bettelſtab herauf. Ich danke ench, meine Herren und Verwandte, für die Lehre, die ihr mir, frei⸗ lich für mich zu ſpät, gegeben habt. O, daß nie eine Frau ſich einfalen ließe, ihre Heimath zu meiden, um ſich in der Fremde an einen Mann zu hängen, als eine Verwaiste, als eine Verlaſſene! Bockel war redlich, und ich kann nur bedauern, daß er nicht früher eigenhändig mein und der Kinder Schickſal ordnete. Ihr, meine Herren, habt kein Herz für eine Fremde. Es hat euch weh gethan, das ich in eure Sippſchaft trat, und ihr laſ⸗ ſet mir es jetzo empfinden, wie ſich's gebührt. Gott mag euch verzeihen.“
Die Angeredeten ſcharrten mit den Füßen, und ſchwatz⸗ ten durcheinander, bald rauh und heftig, bald zuckerſüß und entſchuldigend:„Im Namen der Gemeinde. 4 „Hab' ich nicht die Verſchreibung 7..„Und die rück⸗ ſtändigen Zinſen 2«...„Ein Teſtament, das heilig iſt“ „Gott helfe uns, wir müſſen, wie wir thun.“— „Und der Prozeß, der Richterſpruch um meine Feldmark bringt euch fremdes, hergelaufenes Volk auch um's Letzte!“ polterte zum Schluß Gierike, blutroth vor Zorn und Galle, heraus.
Seine Leidenſchaft entflammte die Erbitterung der zahlreichen Verwandten, die leer umher ſaßen, und doch gekommen waren, in der Hoffnung, zu erben. Wie aus einer Kehle ſchrieen ſie:„Amen, Amen, möge unſer Herr Giericke Recht behalten! Wir alle leiden unter dem fremden Bettelpack, das ſich in ein altholländiſches Haus und Geſchlecht eingedrängt, wie ein bohrend Unge⸗ ziefer. Es war des Geldes genng vorhanden, um jedem wackern Vetter, jeder freundlichen Baſe ein wohlgemeint Andenken zu hinterlaſſen; aber ſie ſind drüber hergefal⸗ len, wie die Raben, die Mutter und die Kinder; ſie ha⸗ ben auf die Seite geſchleppt, was ſich ſchleppen ließ; ha⸗ ben eingehamſtert das Korn, und blaſen uns die Spreu


