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es wirklich zurück; von allen Seiten führten ſie die Rä⸗ delsführer der Gegenpartei in's Gefängniß ein. Wulen und Leodius mußten die Waffen ſtrecken, und theilten das Schickſal ihrer Genoſſen.
Als draußen der Kampf wüthete und in dem Kerker des Rathhauſes unter den Gefangenen Noth und Ver⸗ zweiflung war, erhob der trauernde Duſentſchuer die Stimme, und rief:„Alſo richtet Gott um eines ein⸗ zigen Mannes Frevel willen ſein ganzes Volk, und ſchlägt es mit Peſtilenz! Wehe, wehe uns! trauert und büßet! Windet euch im Staube vor dem Herrn!“
Rotger kroch zu dem Vater hin und bat:„Ergebt Euch nicht unmäßiger Verzweiflung, und wahret Eure geſunden Sinne. Iſt dieſer Tag nicht etwa der Tag der Erlöſung?“
„Ja, ja, preiſet Gott mit Zuverſicht!“ ſchrie Jan Bockelſon, deſſen Ohr, lauſchend in die Ferne, Zeichen des Heils vernommen hatte, und des Provheten inner— liches Zagen beruhigte:„Wahrlich, ich ſage euch: wir werden ledig ſeyn, bevor eine Stunde verrinnt. Klein⸗ müthige, was fürchtet ihr? den Tod? Ihr verdient zu ſterben, weil ihr nicht glaubt. Aber der Vater iſt ein Herr des Lebens. Glaubet mir. Singet und betet!“
Ein guter Theil der Gefangenen ſtimmte Lieder und Gebete an, Tilbeck, der dem gebundenen Johann von Leyden zunächſt lag, fragte denſelben leiſe:„Maun Got⸗ tes; iſt es auch, wie Du verkündigſt? Sollen wir uns nicht zum Aergſten bereiten? Das Schießen nimmt zu, die Lärmtrommel geht durch alle Gaſſen!“
„Dieſe Trommel eben verkündet mir die Freiheit, Hermann Tilbeck. Sie ruft die Mannſchaft auf die Wälle gegen den Feind. Die Aengſtlichen werden das Schlacht⸗ feld in der Stadt verlaſſen, und dem Feind die Bruſt bieten, oder ſich verbergen. Die Kühnen, und ſie ſind auf unſerer Seite, werden bleiben und den Sieg gewinnen.“


