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ter. Ich hoffe, ich erwarte, daß, ſobald einmal der Kranz des völligen Sieges Dein Haupt umlanbt, in dieſen Mauern das Muſterbild einer Republik erſtehen werde, herrlicher als die Republiken Rom und Griechenland. Kein Dik⸗ tator und Kaiſer! keine nebenbuhleriſchen Könige, wie zu Sparta, kein Reichthum, keine Ueppigkeit, kein Zwang, kein blutdürſtiges Geſetz! Der Herr der Himmel ſey wirk⸗ lich auch der Herr der Erde, und die Milde des Chriſten⸗ thums unſer Richtbuch. Es mag ſeyn, daß, um zu die⸗ ſem Ziele zu gelangen, noch eine Hölle voll feindlicher Tenfel zu vernichten iſt; aber Du— ich glaub' es— biſt der Mann des Siegs, und dann wieder der Mäßi⸗ gung und Demuth. Es iſt ſchön, wenn ein gewöhnlicher Menſch den Trieben des Ehrgeizes abſagt; aber es iſt Pflicht eines Herolds der Verheißung und des Heilands, alle Gewalt zu verſchmähen, und ſie in die Hände des Volks ſelber zu legen, damit es ſich friedlich ordne, als ein chriſtlicher Haushalt. Dieſe Pflicht wirſt Du, ſelber aus dem Volke, ausüben; um dieſer Ueberzeugung willen diene ich Dir und dem Streite, obſchon er mir oft zu wild, zu wüſt und blutig vorkömmt.“
Jan ließ Alles, was in Rynalds begeiſterter Aurede gerade ihn betraf, gänzlich fallen, und entgegnete fromm: „Iſt nicht immer eitel und böſe, was der Menſch thut? Er verſteht dem Vater aller Liebe nur mit gewaffneten Händen zu dienen. Aber die Gnade folgt auf die Prü⸗ fung, wie die Seligkeit auf den ſchmerzeureichen Tod. Darum iſt auch mein Herz voll von Hoffnung und Ruhe. Ich erwarte Alles nur vom Vater.— Was ſpricht man noch von den zahlreichen Taufgeſinnten, die aus Holland uns zum Beiſtand aufbrachen?“
„Leider iſt ihr Untergang kaum zu bezweifeln. Der Schenk von Teutenburg ſoll fünf Schiffe, die von den Frommen angefüllt waren, grauſam haben verſenken laſ⸗ ſen. Einzelne Rotten irren in Friesland und Weſtphalen


