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Dir etwas Gutes zu hören. Wenn ich mich wohl be⸗ ſinne, ſo hab' ich Dir einmal eine Bitte abſchlagen müſſen 24
»Denke nicht daran, Vater Matthieſen. Man kann ja nicht allen Leuten zu Dank leben, und was konnteſt Du dafür, daß ich hungerte? Das iſt zum Lachen.“— „Wenn ich eine Tonne Goldes beſäße, Lieber, ich theitte ſie jetzo mit Dir.“—„Ha, ha, das wäre zu viel, Va⸗ ter Matthieſen. Es iſt ſchon gut und freut mich, wenn ich Dir Gluͤck gebracht habe.“ Helcueper machte ſich la⸗ chend aus dem Staube.
Matthieſen ging wie ein Ueberwinder, ſo leicht und ſtolz, hinaus auf den Markt.„Der Vater erlaubt,“ ſagte er,„daß ich ſeine Macht verkündige, und ſeine Feinde beſchäme. Ich erbiete mich, zum Lüdgerthore hin⸗ aus, dem Biſchofsheer entgegen zu gehen, und es durch meinen Anblick und meine Aurede, wie durch meine Tapferkeit zum Weichen zu bringen. Welche von euch mir ſolgen wollen— es ſeyen ihrer viele oder wenige, — ſie ſollen zu den Auserwählteſten gerechnet werden.“
Es gab der Schwärmer und Raufluſtigen mehrere, die ſich anboten, den Zug des Propheten mitzumachen. Da jedoch der Wächter vom Lambertthurme herbeigerufen wurde, um anzuſagen, was er in dem Lager der Feinde merke, und derſelbe meldete, es zeige ſich darinnen ein großes Geläuf, das aber nicht gegen die Stadt gerichtet ſcheine, blieben manche von den erſten Freiwilligen zurück, und nur ein kleines Häuflein folgte getroſt ſeinem Führer und Meiſter. Matthieſen war freudevoll über die Mel⸗ dung des Thürmers, und ſang mit ſtarker Stimme den erſten Vers eines Pſalms ab, in welchen Geſang die Bürger und Fremden insgeſammt einſtimmten. Dann ſagte er unter dem Lärm zu Jan Bockelſon:„Ich weiß nicht, wie ich's mit Dir zu halten habe, und ahne faſt, Du wolleſt mich verrathen haben. Ich werde euch alle


