Teil eines Werkes 
52. Band, Der König von Zion : romantisches Gemälde aus dem sechszehten Jahrhundert : 2. Band (1840)
Entstehung
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nen Trupps vorbei. Mehrere Wagen mit Geſchütz und Kugeln, mit Pulver, Bretern und leichten Sturmleitern beladen, raſſelten ihnen nach. Es wurde keine Trommel geſchlagen, es riefen nicht Glocken, noch Trompeten; das dumpfe Rufen der Viertel⸗Schöffen leitete allein die ganze große Bewegung, die ihre Richtung nach dem Markte nahm.

In kurzer Zeit war wieder Alles umher ſtumm und öde. Sorgfältig ſchloßen die Weiber und Greiſe die Thüren; voukommene Ruhe ſtellte ſich ein.Sie werden wohl jetzo hiuaus ſeyn, ſagte die Roſenwirthin.Du kannſt ohne Sorgen nach Hauſe gehen, Angela. Dein Vater wird Dich erwarten, da er nicht kömmt, Dich zu holen.

Eliſabeth, die unfern dem Markte wohnte, erbot ſich der Malertochter zur Begleiterin. Eine Magd des Hau⸗ ſes leuchtete voraus. Nachdem ſie eine Weile ſtill neben einander fortgegangen, ſagte Eliſabeth:Du Glück⸗ liche! Zu Hauſe empfängt Dich ein Vater, der Dich ver⸗ göttert, und nicht ein roher, trotziger, ſcheltender Gatte. Du genießeſt noch das ſchönſte Glück auf Erden.

Ich befinde mich ganz wohl bei'm Vater, verſetzte Angela etwas zerſtreut,und möchte nicht mit einer An⸗ deren tauſchen. Denke Dir aber, daß meine Großmutter heute wieder angefangen, das alte Lied vom Heirathen zu ſingen!

Folge ihr in allen Stücken, nur nicht in dieſem, En⸗ gelein, flehte Eliſabeth eindringlich.Nimm an mir ein Beiſpiel. Verhandelt an einen Mann, den ich nie geliebt, trage ich eine Dornenkrone, wie niemals ein Märtyrer. Betrachte um Dich her dieſe bärenhaften

plumpen Männer, außer dem Hauſe grob, noch gröber in dem Hauſe; ausſchweifend und händelſüchtig, habbegierig und dabei verſchwenderiſch. Die jungen Männer zu Mün⸗ ſter taugen alle nichts. Der Braunſchweiger, der um