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Gemurmel des Abſcheus unter den verſammelten Frauen, nur Anna lächelte, und Hilla nahm keinen An⸗ theil, mit ihren Gedanken beſchäftigt.
„Und kurz, man ſagt, ſie wolle den Rottmann heira⸗ then!“ ſchloß Meta heftig, und das Gemurmel verdop⸗ pelte ſich.
„Gott ſteh' uns bei!“ ſeufzte die Roſenwirthin,„wenn auch bei uns die Prediger ſich vermählen, dann iſt der Welt Ende nah. Solche Schamloſigkeit fehlte noch.“
„Der Biſchof wird keine Gnade mehr walten laſſen!“ verſetzte die Tuneckens.„Weh uns, er iſt uns nahe, er ſitzt in dem Städtlein Telgte, nur eine Meile von hier, und ſpricht nur leiſe noch von Verſöhnung. Wie wird's uns gehen! Er hat den Landtag zu Telgt mit viel bewaff⸗ netem Volk umgeben, und ſtürmt die Stadt bei'm gering⸗ ſten Hohn, den wir ihm neuerdings anthun.“
Die Knipperdolling ſchüttelte den Kopf. Die Roſen⸗ wirthin neigte ſich zu ihr, fragend:„Iſt denn auf dem neuen Landtage zu Telgte wieder verhandelt worden um Friede und Ausgleichung?“—„Ja freilich, aber ich fürchte..«—„Wie? wäre noch keine Hoffnung, den unſeligen Zwiſt beigelegt zu ſehen?“—„Ich fürchte, nein. Denn„ aber Du mußt mich nicht verrathen, liebe Wernecke?“—„Nein, nein, ſag' nur an.“—„Sieh, ich habe von Ungefähr gehört, wie in unſerem Hauſe ge⸗ redet worden iſt„ die Wortführer kommen alle zum Knipperdolling„„„ aber er ſagt mir gewöhnlich nichts von Allem„ ich babe alſo gehört, daß etwas gegen den Biſchof ſelbſt im Werke iſt.“—„Gütiger Heiland! wenn ich den guten Herrn warnen könnte„.16— „Das wird nicht möglich ſeyn. Nach dem, was ich ver⸗ nommen, müſſen jetzt die Thore ſchon geſchloſſen ſeyn, und Niemand, wer es ſey, darf die Stadt verlaſſen.“
„Wenn es Euch beliebte, werthe Frauen und tugend⸗ ſame Jungfern.. 2“ rief Angela zur Seitenthüre her⸗


