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ſeren Aufrührern und Lutheriſchen ſehr,“ ſeufzte die Stahlhoven.
„Und ſollte er nicht, bei allen Sternen?“ rief die Tuneckens,„iſt noch einem Biſchof alſo übel mitgeſpielt worden? Er befiehlt uns, die Ketzer zu verjagen, und
wir thun's nicht. Er befiehlt uns, ihm zu huldigen, und wir laſſen's bleiben. Wo nähme ich, ein elend Weib, die Langmuth her, die der Graf von Waldeck beweist? Die Landtage, die er ausgeſchrieben.. halt, daß ich ſie herzähle, der zu Wolbeck, der zu Dülmen, und die Geſandtſchaft hieher nach Münſter. was haben ſie gefruchtet? Wir haben ihn aufgezogen, den guten Biſchof, und das Uebel iſt immer ärger geworden. Der Schwarze weiß, wie's zugeht, aber das neue Unkraut wuchert wie die Peſt. Ich habe fünfzig Freundinnen verloren, die zu den Prädikanten gelaufen ſind. Viele thun's freilich nur aus Furcht„
„Ja wohl,“ ſeufzte die Knipperdolling halblaut.
„Aber mittlerweile,“ fiel die Roſenwirthin ein,„geht's immer ärger zu. Die Kirchen entweiht, das Domkapitel verjat
„Die Pfarrer vertrieben, die Klöſter bedrückt und er⸗
brochen klagte Meta Michelſen.
Sodann die Dreyer:„Ein anderer Rath, andere Zunft⸗ meiſter,— die Dörfer von unſeren Leuten geplündert, unſere Ochſen und Hirten vom Biſchof gefangen!“
Die Stahlhoven:„Zwei lutheriſche Prediger im recht⸗ gläubigen Nonnenſtift Ueberwaſſer! Ein Klingelbeutel, um die falſchen Lehrer zu bezahlen!“
Meta unterbrach mit vielem Feuer:„Verſteht ihr die Frechheit der Weiber des Severius und des Lerting? Sie betteln ſelber für die Baalspfaffen. Unſere Prieſter müſſen verhungern, dürfen nicht mehr den Mund aufthun,
müſſen ſogar die Soldaten bezahlen, die von den Auf⸗ rührern gegen den Biſchof geworben ſind. Das iſt him⸗ Der Koͤnig von Zion. I. 2


