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„Den hat mir mein Mann erklärt,“ entgegnete die Dreier,„mein Mann weiß von Sternen zu reden. Jener ſaß aber unter dem Sternbilde des Löwen, unter deſſen Bruſt, unter dem Stern, den man den Baſilisk nennt, wenn ich meinen Mann recht verſtanden habe. Aber der Löwe bedeutet immer Unglück für unſer Land, und das Ganze will heißen, daß ein fremder König mit Heeres⸗ macht in Münſter fallen werde, zu ſengen, zu morden und zu plündern.“
„Das hat mein Mann auf den Biſchof gedeutet, der dazumal zu waffnen anfing,“ bemerkte die Knipperdolling ſchüchtern.
„Ja,“ hob plötzlich Hilla an,„der Biſchof iſt ein Fremder, und liegt vor unſeren Thoren, wie ein ſchwar⸗ zes Ungewitter.“
„Pfui doch!“ begann wieder die Dreier verwundert, „wer heißt Dich in unſer Geſpräch plappern? Schweige, vorwitzige Dirne. Du haſt nur zuzuhören.“
„Freilich,“ fügte Meta giftig hinzu,„nehmt ein Exempel an der Jungfer Anna, die noch kein Wort ge⸗ ſprochen.“
Anna verneigte ſich geſchmeichelt. Ihre Mutter flü⸗ ſterte in die Ohren der Roſenwirthin:„Mir iſt bange um die Dirne. Immer ſchweigt ſie und iſt verſchloſſen, aber ich ahne ein leichtfertig Gemüth unter der kalten Decke. Still Waſſer, betrüglich Waſſer.“
Zuſtimmend nickte die Wernecke, dann ſagte ſie:„Wir kennen den Biſchof freilich noch nicht, und, wie die Sa⸗ chen leider jetzv ſtehen, wird er wenig Luſt haben, uns kennen zu lernen; aber dennoch iſt er uns kein Fremder, ſondern ein beſonderer Lehnsherr unſerer Stadt und ein geiſtlicher Vater uns allen, weil er, wie das Herkommen verlangt, von dem Domkapitel erwählt, und von dem heiligen Vater zu Rom beſtätigt worden iſt.“
„Er ſoll ein ſtrenger Herr ſeyn, und zürnet un⸗


