Teil eines Werkes 
2. Band (1830)
Entstehung
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Hannen war ohnedies der ſchmucke Falkenier doch zu vornehm; ſie fuͤr ihn viel zu arm und ungelehrt. Unſer Kind wird ſich wohl am Hofe zu haben wiſſen, die arme Hanne hätte es nim⸗ mermehr gelernt. Laſſe darum Alles gut ſeyn, Dortchen. Hanne wird mit der Zeit vergeſſen, wie Herr Dreyer vergaß, und Roſine nicht auf⸗ hoͤren, gluͤcklich zu ſeyn, wenn nur Du ver⸗ ſchwiegen biſt.Ach Gott, ja, betheuerte Dorothea:«von Herzen gern. Gott ſchenke ſei⸗ nen Segen, und der armen Hanne den Frieden.»

Gleich als wollte ein tuͤckiſcher Geiſt Dor⸗ chens Rede verſpotten, ſo wurde im Angen⸗ blicke der ſtille Maierhof friedlos. Laufen, Ren⸗ nen, Pferdegetrappel im Hofe. Der Falkenier, in ſeiner Staatslivree, aber bleich und von Schweiß bedeckt, warf ſich von einem ſchaͤu⸗ menden Pferde, und ſtuͤrzte in die Stube der Braut, die vor ſeinem Ausſehen ſchaudernd zu⸗ ruͤckfuhr.

Ich hole Dich nicht zur Hochzeit, mein ſuͤ⸗ ßes Kind rief er verſtört; eich komme nur,