Teil eines Werkes 
2. Band (1830)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

d 9

Dir anzuſagen, warum wir heute nicht verbun⸗ den werden konnen. Die Frau Markgraͤfin hat durch Eilboten erfahren, daß der Feind in's Land gebrochen, und ſchon auf dem Wege nach Raſtadt und Baden iſt.»

Der Feind 2 riefen alle Anweſende, Wei⸗ ber und Maͤnner, gleich entſetzt:«welcher Feind? Leben wir denn nicht im tiefſten Frieden, waͤh⸗ rend der Markgraf dem Erbfeind fern von uns das Vordringen wehrt? Wer koͤnnte uns be⸗ drohen?*

Der Franzoſe iſt uͤber den Rheinſtrom ge⸗ gangen,» antwortete der Falkenier heftig: awie ein Raͤuber kommt er daher, und ſengt und brennt, wenn man den Bauern trauen darf, die jammernd und wehklagend in Baden ange⸗ kommen ſind. Schon iſt dort Alles zur Kirche geſtroͤmt, um vom Himmel Rettung zu begeh⸗ ren. Wir, des Herrn treues Hofgeſinde, ſind zum Schutze der Markgraͤfin bewaffnet worden, und ich erhielt mit Muͤhe nur auf zwei Stun⸗ den Urlaub, um hier die Ungluͤcksbotſchaft an⸗