Teil eines Werkes 
2. Band (1830)
Entstehung
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es durch eine guͤnſtige Ehe an ihren Hausſtand zu feſſeln. Der Mann, wuͤrdig des Maiers Tochter heimzufuͤhren, war bald gefunden. Chri⸗ ſtian Dreyer, der Falkenier am Hofe, ein ge⸗ pruͤfter treuer Diener, der ſchon einmal den Herrn aus Todesgefahr errettet, war von Ju⸗ gend, Geſtalt und dem Fuͤrworte der Fuͤrſtin gleich beguͤnſtigt, und Roſine und ihre Eltern ſagten freudig Jan. Die Markgraͤfin beſchleu⸗ nigte, von weiblicher Ungeduld getrieben, Ver⸗ loͤbniß, Dispens und Aufgebot, gleichſam als ahne ihr, daß das Schickſal, gewaltiger als Fuͤrſtenvorſatz, Einſpruch thun wuͤrde. Ihre Freigebigkeit ſchmuͤckte Roſinen mit dem koſtba⸗ ren Brautſtaate, und, umgeben von den be⸗ wundernden Freundinnen, ſtrahlend im Glanze des Feſtgewandes, ſtand des Maiers Tochter am Morgen des Hochzeittages da, entzuͤckt, geſchmeichelt, gluͤcklich, den Braͤutigam er⸗ wartend, der im goldbetreßten Rocke anlangen ſollte, um die Braut gen Baden zur Kirche zu geleiten. Dorothea, eine verſtändige Ge⸗