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heutzutage in der Tradition, die auf die aͤltern Leute im Eberſteiner Thale ſich vererbt hat, obgleich dieſer Schoͤnheit Beſitzerin vorlaͤngſt zu Markgraf Ludwigs, des Tuͤrkenſiegers Zei⸗ ten, ihre Heimath geſchmuͤckt. Im vaͤterlichen Maierhofe, unfern vom Dorfe Eberſteinburg gelegen, war die Schoͤne wie eine Blume ſtill und heimlich aufgebluͤht. Von der Markgraͤfin, die öfters den kuͤhlen Wald am Eberſteiner Schloß beſuchte, bemerkt, und ſich der Gunſt der erlauchten Frau ruͤhmend, hatte Roſine gerne eingewilligt, im Kloſter zu Baden einige Jahre ihrer Bildung zu weihen, und war, in weiblichen Arbeiten bewandert, und der fran⸗ zoͤſiſchen und italiaͤniſchen Sprache nicht fremd, als ein Kleinod ins Vaterhaus zuruͤckgekommen. Die Markgraͤfin, ihres Werks ſich freuend, und ſehnſuͤchtig,— da der wilde Kriegsſturm ihr den Gatten entfuͤhrt— dankbare Weſen um ſich zu verſammeln, deren Liebe ſie in ih⸗
rer Abgeſchiedenheit zu troͤſten vermoͤchte, be⸗ ſchloß, des Mädchens Gluck zu vollenden, und
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