Teil eines Werkes 
2. Band (1830)
Entstehung
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So wie der Sonnenſtrahl wohl dann am ſchoͤnſten iſt, wenn er ſich roſig herniederbeugt, um den Morgenthau von den Augen ſeiner Freundin zu kuͤſſen, ſo iſt am reizendſten das Maͤdchen in der Brautzeit, wo es kaum die Stunde erwarten mag, in welcher es der Ver⸗ lobte als ſein eigen umfaͤngt. Wer die Tochter des Maiers zu Eberſteinburg geſehen, bevor des Markgrafen zu Baden Falkenier um ſie ge⸗ worben, hat freilich geſtehen muͤſſen, ſie ſey ein ſchoͤnes prangendes Kind; aber wer ſie im Brautſtaat erblickt, am Tage, da ſie zur Kirche gehen ſollte, mußte nicht minder ſich ſagen: Roſine iſt die Schoͤnſte der Schönen in der Mark⸗ grafſchaft. Ihre Reize leben auch nicht allein in der Phantaſie des Erzaͤhlers, ſondern noch

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