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wiedergebracht! Hörſt Du, Mütterlein! hörſt Du? den ar⸗ men Johannes behalte bei Dir!“—
Wer hat Mutterfreude je geſehen? Wer hat das Ent⸗ zücken je genoſſen, das vom Himmel herabfällt, plötzlich un⸗ erwartet in die Nacht des Grauens, wie ein duftiger Blu⸗ menkranz in ein düſtres Verließ? wie ein erquickender Him⸗ melsthau auf die lechzende Flur? Margarethe, die kräftige, ſtarke Frau, erlag dem Uebermaaß der Wonne nicht, aber die Kunſt des Malers, der es verſuchen wollte, dieſen Ju⸗ belauftritt zu ſchildern, würde unterliegen. Eine große
Freude hat aber, wie ein großes Leid, das Eigene, daß ſie
beklemmend auf die Bruſt derjenigen fällt, die nicht auf's innigſte Theil nehmen an dem Freudevollen. Alſo auch hier⸗ Die meiſten der Anweſenden zogen ſich in entferntere Gemä⸗ cher zurück, oder verließen das Haus, da das Getöſe auf den Gaſſen nachließ, und nur die eng Befreundeten blieben wohlwollend darin zurück, wie ein kleiner Hofſtaat die glück⸗ liche Mutter umgebend, die den Thron der reinſten Zärtlich⸗ keit beſtiegen hatte. Aber weder Margarethe, noch die Zeu⸗ gen ihres Glücks bemerkten, daß draußen Alles ruhiger wurde, daß Hornklang, Glockenſchall und Trommelſchlag aufhör⸗ ten, niemand bemerkte, daß ein Gaſt in die Stube getreten war, bis derſelbe ſich ſelbſt ankündigte. Dagobert, Margarethe und alle Umſtehende ſtaunten, denn es war der Schultheiß. Mit einem edel ritterlichen Anſtande näherte er ſich der Gattin Diether's, beugte ſich auf ihre Hand⸗ ſie küſſend, und redete:„Ich war nur Willens, ehrſame Frau, hier einen Becher Weins zu heiſchen,— ein Labſal, das Ihr gewiß dem ermüdeten Feinde nicht verſagt haben wür⸗ det, allein, zum Zeugen dieſes rührenden Auftritts
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