und in die Arme.„Peſt und rother Hahn!“ rief er, obwohl leiſe genug:„Du haſt Dich meiſterlich durchgelogen, Veit, und nun laß uns weiter gehen.“— Der Mann brummte einige unverſtändliche Worte, und ſuchte ſich los zu machen. Um ſo feſter klammerte ſich der Leuenberg an ihn, und raunte ihm haſtig und bebend in's Ohr:„Hornberger! Du wirſt mich doch jetzt nicht verlaſſen wollen? Nur jetzt nicht Bruder,
denn beim Leufel, ich bin ſchwach wie ein Kind, und in
meinem Herzen ſpür' ich'ne Angſt, wie ich ſie nicht verſpürt, da ich dem Dürning den Reſt gab, ob's gleich mein erſtes Stücklein war.“— Da ſtieß der Mann, Veits böſer Engel — einen gellenden Schrei der Ueberraſchung aus, und eine derbe Fauſt packte den Raubjunker wild bei der Bruſt. „Hund!“ rief eine fremdartige Stimme:„Du biſt's alſo? Du der Schelm, der meinen Herrn ermordet hat? Nieder mit Dir, Mordbube!“— Beim auflodernden Schein eines Pechkranzes ſah Veit mit ſträubendem Haar in ein wüſtes, grauſam verzerrtes Geſicht, und dieſer Blick war ſein letzter, denn Ammon's Jagdmeſſer übte die langgenährte Blutrache fürchterlich und ſchnell, daß kein Laut dem Darniederſinkenden mehr über die erbleichenden Lippen ging. Ammon ſtand eine Veile mit wilder Zufriedenheit bei dem Entſeelten, ſteckte den
rächenden Stahl in die Scheide, und murmelte:„Wenn das nur
Zufall war, ſo bin ich ein Schurke, und will ſchlechter ſeyn, als der gemeinſte Heide. Nach ſo langer Friſt mußte ich hieher gerathen, um dem Todtſchläger des Herrn ſeinen Lohn zu geben? Und er ging heim, ohne zu wiſſen, wer ihn heimſchickte? und ich erſchlug ihn, ohne mehr von ihm zu
kennen, als ſein ſelbſtgeſtändiges Verſprechen? Lieber Herr
dort oben! bitt' für mich, wenn's eine Sünde war, die ich
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