gethan!“— Er wendete ſich nun ſchnell von dieſer Stelle und wollte von dannen, als unfern von dem Platze eine Flamme aufging, und das ganze Gewühl der in den Straßen ſtrö⸗ menden Volksmenge zu der Rettung eines brennenden Hauſes aufforderte. Ammon,— nicht gelaunt, dem Gewühle zu folgen, hielt ſich gegen den Strom feſt an der Ecke des Nebenhauſes. Fußgänger und Berittene gingen über den Leuenberger weg, ohne im allgemeinen Drange der gefürchteten Gefahr ſonderlich auf den in dunkler Gaſſe Erſchlagenen zu achten, und da der Menſchenſturm etwas nachließ, drängte ſich ein Mann, mit einem Kinde an der Hand, quer durch, und wendete ſich mit Heftigkeit an den harrenden Ammon.—„Der Lärm und das Getöſe hat mich verwirrt gemacht;“ ſagte er mit unruhiger Haſt:„wollt mir berichten, wo man zum Liebfrauenberge am ſchnellſten gelangt.“—„Ich gehe dahin;“ erwiederte Am⸗ mon, den Zerlumpten mißtrauiſch betrachtend:„habt Ihr ein gut Gewiſſen, mögt Ihr folgen; wo nicht, ſo bleibt zurück; der Schultheiß befehligt dort.“—„Auf meinem Wege fürcht' ich ihn nicht;“ antwortete der Andere ruhig, und folgte mit ſeinem kleinen Begleiter getroſt dem ſchnell vorangehenden Ammon.
Teil eines Werkes
1. Band, Der Jude : deutsches Sittengemälde aus der ersten Hälfte des fünfzehnten Jahrhunderts : 3. Theil (1838)
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten


