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erkannte:„mich hat überfallen die elende Zeit, da uns der Herr hinweggehen heißt aus dem Leben und Verſöhnung befiehlt mit dem Feinde.“—„Auch unſer Gott nicht minder will Verſöhnung im Sterben;“ entgegnete der Richter mit trübem Blicke und dumpfer Stimme:„Vergib meiner Pflicht, was ich Dir Böſes gethan, und fluche meinem Namen nicht.“— „Da ſey Gott vor,“ redete Jochai,„daß ich fluche dem, der meinen Mund genetzt hat mit kühlem Waſſer. Genommen ſey von Euch jeglicher Fehl und das Vergehen Eures Vaters, denn ich kann Euch vergeben für Iſrael, doch nicht für den gebenedeiten Gott, welcher Edom verdammt hat zum Feuer. Ich will aber bitten für Euch im Thale Joſaphat, ſo Ihr mir gewähren wollt zwei Bitten.“—„Sprich!“ erwiederte der Oberſtrichter.—„Jaget den Pfaffen von meinem Lager,“ verſetzte der Sterbende wehmüthig:„ſeine Götter ſind mir“ ein Gräul des Baal, und weil kein Rabbi ſtehen kann zu meiner Seite und keiner von den Freunden, ſo will ich ſeyn allein mit dem Engel, der da bringt das Ende.“— Der Oberſtrichter nickte, und der Alte fuhr fort:„Sehen möchte ich noch den Sohn, meinen Bechor, und deſſen Tochter, die arme Eſther.“—„Von Eſther weiß ich nicht,“ äußerte der Richter:„jedoch Dein Sohn,. ſo eben bringt man ihn.“ Man muß den leidenſchaftlichen Schmerz der Völker des Südens geſehen haben, um Davids furchtbaren Kummer ſich denken zu können. Er ſtrebte gewaltſam vorwärts aus den Händen der Wächter, die im Begriff waren, ihm die Ketten abzunehmen, und hätte ſich mit der ganzen ſchweren Eiſen⸗ laſt über den Körper des Vaters geworfen, wenn man es zugelaſſen hätte.— Endlich von den Banden befreit, ſtürzte


