nachdem ſie lange iſt geweſen böſe. Werdet auch Ihr gut wie die Zeit, und haßt nicht meinen Sohn, und haltet ihn nicht länger wie einen Mörder, denn er iſt ja keiner, und ihm wird einſt ſeyn das Paradies der Gerechten, und auf ſeinem Andenken Friede. Ihr habt mich gewürdigt einer großen Barmherzigkeit, für die Euch des geprieſenen Gottes Herrlichkeit wird ſegnen mit vielen Gütern und vielen Jahren in der Zeitlichkeit; denn Ihr habt ſeit geraumer Friſt ge⸗ ſchont mein weißes Haar, geſpeist meinen Leib, und das Oel der Gnade gegoſſen in die Wundmale, die ich an mir trug von den Ketten der Gefangenſchaft. Laßt ausgehen dieſe Barmherzigkeit nicht minder über meinen Einzigen, weil er auch ſchuldlos iſt, damit er nicht verkümmre und verkrumme im Elend.“—„Was ſoll das Gewäſch?“ fuhr der Oberſtrichter mit Härte auf:„Soll ich ihn auf Teppiche betten, und in Prunkgemächern wandeln laſſen? Mit Deinem Alter hatte ich Mitleid, und weil....“ der Oberſtrichter ver⸗ ſchluckte, was er ſagen wollte. Kurz darauf fuhr er indeſſen mit der obigen Härte fort:„Ein für allemal, Ihr ſeyd ein zudringliches Volk. Reicht man Euch den Zaum, wollt Ihr gleich das Pferd nicht minder. Was wollt Ihr denn? Ihr ſeyd nicht gerechtfertigt, nicht frei. Eine Anklage wie die Eurige auf Haut und Haar wird nicht aus der Luft gegriffen ſeyn. Einen Buben mögt Ihr verkauft, einen andern ge⸗ martert haben, und Euer Antheil an der Blutzapfer entſetz⸗ lichem Gräuel iſt unläugbar. Geſteht darum lieber, denn der Folter werdet Ihr nicht entgehen⸗ ich ſchwöre es Euch.“— „Peinigt uns doch nicht!“ bat Ben David:„Mein Vater iſt rein wie der Schnee, und ich nicht weniger ſchuldlos an
den Gräßlichkeiten, die man mir aufgebürdet. Aber wir †


