Teil eines Werkes 
1. Band, Der Jude : deutsches Sittengemälde aus der ersten Hälfte des fünfzehnten Jahrhunderts : 2. Theil (1838)
Entstehung
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Beiſtand, und nicht verlaſſen hätte mich dieſe Zuverſicht bis zum Ende. Darum habe ich nicht genannt ihren Namen vor dem Gericht, weil ein edler Name nicht gehört davor. Schurke! murmelte Gerhard zwiſchen den Zähnen:ich wollte, mein Name wäre auch hier nicht genannt worden. Ihr habt freilich nicht am Vortheilhafteſten Euch aus⸗ gezeichnet, meinte der Oberſtrichter:allein ohne Euer Zeugniß wäre das Ganze nicht enthüllt worden, denn Nie⸗ mand, auch Frau Margarethe nicht, konnte ahnen daß von vieſem Knaben gerade die Rede ſey, in der Anklage gegen die Juden. Aber, erklärt uns lieber, Junker von Hülshofen, wie es wohl geſchehen ſeyn mag, daß der Sohn des ehr⸗ ſamen Schöffen, der junge Dagobert, den kleinen Stiefbruder nicht erkannte, da er doch bei dem Funde gegenwärtig geweſen, wie Ihr behauptet habt.Ei Herr, antwortete Gerhard, vegierig, ſich ſo ſchnell als möglich aus dem Handel zu wickeln, der einen überraſchend guten Ausgang für ihn dar⸗ zubieten ſchien:das geſchah am Martinsabend, wo wir all nicht recht im Stande geweſen wären, unſere Väter und Mütter zu erkennen, geſchweige unſere Brüder. Daß der Jude den Buben erkannte, am folgenden Tag nämlich, das glaube ich recht gern; er war betroffen; aber die Hoff⸗ nung, Gewinn zu ziehen⸗ machte ihn ſchweigen⸗ damit ich ihm nicht etwa zuvorkäme; ich begreife das.

Der Herr weiß, wie wir handeln! fügte Ben David; ſchlau lächelnd bei.Mich ergötzt es ungemein, hob hier der Predigermönch Johannes an, der bis jetzt keine Sylbe zu dem Geſpräch gegeben hatte,daß durch des Junkers Ausſage mein guter Dagobert von jeder Nitwiſſenſchaft an dem dunkeln Gewebe dieſes ſeltnen Menſchenkaufs