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Euern Gatten verloren. Darf ich Euch an ſeiner Statt nach Hauſe bringen?““—
„Seht doch!“ ſpöttelte Wallrade mit einer gewiſſen Un⸗ ruhe:„wie ritterlich! Und Du gingſt mit ihm, und benahmſt ihm ohne Zweifel ſeinen Irrthum?“
„Meine Schaam ließ es nicht zu;“ entgegnete Katharine: „ich ließ mich zwar von ihm nach Hauſe geleiten, konnte mich jedoch nicht überwinden, ihm die Wahrheit zu ſagen, wie an⸗ gelegentlich er ſich auch nach dem Herrn von der Rhön und der Urſache unſers hieſigen Aufenthalts erkundigte. Auf der Schwelle des Hauſes nahm er Abſchied. Da war es aber auch, wo er mir folgende bemerkenswerthe Worte ſagte: „„Grüßt Euern Gemahl von dem Unbekannten, edle Frau, und ſagt ihm, er habe keine gute Zeit gewählt, hier zu ver⸗ weilen. Sein böſer Geiſt iſt um die Wege. Er möge ſich hüten, ihm zu begegnen. Ich werde in den nächſten Tagen ſelber ihn heimſuchen, und ihm, ſo Gott will, die Kunde bringen, daß die Gefahr vorüber.“— Sonmit ſchied er, und ſeitdem ich zu Hauſe ſitze, foltern mich neue Zweifel, peinigt mich verdoppelte Angſt.“
Wallrade ſchwieg eine Weile mit gerunzelter Stirne, nach⸗
ſinnend und düſter.„Dieſer Menſch,“ ſprach ſie endlich,„iſt
ohne Zweifel ſelbſt Deines Gatten Feind, oder das Werk⸗ zeug ſeines böſen Geiſtes. Hinter ſeinen räthſelhaften Worten lauert Unheil,— ich wollte darauf einen Eid ablegen. Du mußt dem Fremdling ausweichen;— ich will es. Ohnehin iſt meines Bleibens hier nicht mehr lange.“
„Nicht?“ fragte Katharine, ängſtlich in Wallraden's Augen leſend:„Du wirſt doch nicht vergeſſen, was Du mir, Deiner Freundin gelobteſt? Hierher, erfuhren wir, habe der beklagens⸗
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