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Gegnerin Stolz verletzt habe. Von dieſer kleinen Vergeltung erfreut, bückte ſie ſich mit größrer Freundlichkeit, als ſie ſonſt wohl dem Knaben zuwendete— zu demſelben hinab, und ſtreichelte ſeine Wangen.„Du biſt ein wackrer Bube;“ ſprach ſie belobend zu ihm:„ich habe Dich lieb vor Allen, wenn Du gegen Wallraden ferner Dich beträgſt, wie heute. Willſt Du?“—„Was Du befiehlſt, Mutter;“ erwiederte der Knabe freundlich.
„Recht ſo, mein guter Hans!“ fuhr Margarethe fort: „Gehe nicht zu der falſchen Frau. Sie wird Dir vielleicht Honigkuchen und Semmelringe bieten, um Dich kirre zu machen. Nimm aber nichts von ihr, hörſt Du? Sie meint es böſe mit Dir und mir, und mit dem Vater.“—„Ach Mütterlein!“ raunte ihr der Knabe in's Ohr:„Ich fürchte mich vor ihr.“—„Thue das immer, mein Söhnlein!“ ver⸗ ſetzte Margarethe:„Zieh' ihr immer ein finſter Geſicht, und iß nicht, was ſie Dir bietet. Für jeden Leckerbiſſen, den Du aus ihrer Hand nicht nimmſt, gebe ich Dir deren zwei.“ —„O ja, Mutterlein!“ entgegnete der Knabe hüpfend:„Du biſt ein gut und anmuthig Mütterlein, bei dem ich bleiben will. Zu der ſchwarzen Mutter will ich nicht mehr.“— „Was ſchwatzeſt Du wieder von dem ſchwarzen Weibe?“ ſchalt Margarethe:„Du weißt, daß Du nur von ihr geträumt haſt, Bube. Vergiß doch endlich den böſen Traum!“
„Ich will ja wohl, lieb' Mutter,“ ſagte der Knabe, ein⸗ geſchüchtert durch den heftigen Ton:„aber heute war mir's, als finge ich wieder an zu träumen, und die Fremde iſt gewiß die Schwarze, die mich ſchlagen will.“—„Lächerliches Zeug!“ eiferte Margarethe:„Wallrade iſt Deine Schweſter, Hans⸗
und Niemand ſonſt. Aber eine böſe Schweſter iſt ſie, ob ſie *


