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der ihn zärtlich grüßen läßt.“—„Gruß erſetzt wohl bei Tafelfreuden die Einkehr;“ entgegnete Diether ſeufzend, und, zum Weggehen fertig, ſich auf Wallradens Arm ſtutzend: „aber wehe thut mir's doch, daß er nicht ſelber kam, und daß Dagobert ausbleibt, auf deſſen treuen Kindesſinn ich Felſen gebaut hätte.“—„Von Dagobert laßt mich ſchweigen;“ äußerte Wallrade mit geheuchelter Bekümmerniß, und war aber im Augenblicke, auf die Aufforderung der väterlichen Beſorgniß, bereit, dieß Schweigen zu brechen. Mit dem alten Diether vorausgehend, entwarf ſie dem ängſtlich Zu⸗ hörenden ein mit hämiſcher Bemühung ausgemaltes Trug⸗ gemälde von Dagobert's Lebenswandel zu Coſtnitz, und führte den Pinſel ſo gut, daß der Vater in dem Verläumdeten bald den verlornen Sohn beweinte.— Während dieſer Einfluſte⸗ rungen ging in beträchtlicher Entfernung hinter Vater und Tochter Frau Margarethe, den Knaben an der Hand, nach⸗ dem ſie Elſen voraus zur Stadt geſchickt, um zu einem er⸗ weiterten Mittagsmahl Anſtalten zu treffen. Die Art und
Weiſe, wie die ungeliebte Wallrade trotz ihrer Schroffheit
ſich im erſten Augenblicke des Vertrauens des Vaters be⸗ mächtigte, mit geringſchätzender Hintanſetzung der Gattin deſſelben,— die Kränkungen, die Wallrade mit freigebiger Hand an die Stiefmutter und den Knaben geſpendet, griffen hart und böſe an das reizbare Herz der ſtolzen Leuenbergerin. Wie aber oft das menſchliche Gemüth,— ein weibliches insbeſondere,— aus Dingen Troſt gewinnen kann, die an ſich geringfügig ſind, ſo beruhigte ſich auch hier Margarethe mit dem Gedanken, daß nicht allein ſie ſelbſt der Wiver⸗ ſacherin Wermuth zu koſten gegeben, ſondern daß der Knabe ſogar durch ſeine deutlich ausgeſprochne Abneigung der.


