Teil eines Werkes 
3. Band, Der Jesuit : Charaktergemälde aus dem ersten Viertel des achtzehnten Jahrhunderts : 3. Band (1838)
Entstehung
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der ein Held des Glaubens wurde, nachdem er deſſen Feind geweſen. Darum hat der Herr Plage über Dich geſendet, die nur eine aufrichtige Reue haben kann, und die Losſpre⸗ chung vom Gelübde, die Dir, um der Buße willen, nicht der General unſers Ordens, nicht der heilige Vater zu Rom verſagen werden. Gehe darüber mit Dir zu Rathe, und meide den Stand der Ehe, damit Du wenigſtens in dieſem Punkte dem Herrn geweiht bleibeſt. Du wirſt dann den Frieden gewinnen. Deine Leiden führen mich von ſelbſt auf das bewundernswerthe Schickſal, das Uns Alle betroffen hat; auf die unerforſchlichen Wege der Vorſehung. Auch der Leichtſinn der Lainez hat ſeinen Lohn gefunden, aber wie aus allen Züchtigungen des Himmels das Heil erwächst, ſo wird auch ſie in ihrer gottſeligen Schweſterſchaft daran nicht immer verzweifeln dürfen. Meine Seele endlich hat ausgelitten durch die Gnade des Höchſten und die Be⸗ mühungen eines würdigen Mitbruders, der mein Beichtvater geworden iſt. Irrthum und Zweifel waren meine Verbre⸗ chen, und die Urſachen meiner Schmerzen. Sieh, lieber James! Ich war ein lenkſamer, gehorchender Mann bis zu der Stunde, da mich Gott und meiner würdigen Obern Wille zu einer Sendung berief, der meine Kräfte nicht ge⸗ wachſen ſeyn konnten, da ich vom Pfade abirrte. Ich bin nie gehäſſig geweſen: ich habe nie den Neid empfunden, nie eine Verfolgung angeſtiftet. Ein reines Wohlwollen für alle Menſchen beſeelte mich. Ich war ein Fünfziger noch ein gutmüthiges Kind, aber ein ſchwaches. Der Schweſter letzte Bitte zu erfüllen, nahm ich's über mich, den Senator und ſeine Tochter ſelig zu machen. Sie verdienten's, dieſe

Menſchen: aber mein Uebermuth hat ſie und mich verdorben. III. 3. 10