Teil eines Werkes 
3. Band, Der Jesuit : Charaktergemälde aus dem ersten Viertel des achtzehnten Jahrhunderts : 3. Band (1838)
Entstehung
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zerfloß; um einer Hoffnung willen, die entſchwand. Freund; ich will offen gegen Sie ſeyn, mich redlich ausſprechen. Mi⸗ ſinga⸗Ines hat mich einſt geliebt, mir's geſtanden. Das Andenken Ihrer Unſchuld, ihrer liebenswürdigen Neigung, iſt lebendig vor mich hingetreten. Wie mich einſt, durch räthſelhaften Traum verkündet, das Bild der Verſagenden in die Gebirge lockte, weit von der Gewährenden weg⸗ ſo zog mich jetzo das Bild dieſes holden Indianerkindes über Berg und Thal, Strom und Savanne. Hier ſoll ich es fin⸗ den. In Eurem Hauſe ſoll ich ſeinen Aufenthalt erfahren. O ſagt ihn mir. Bei Ines allein kann mein Herz geſun⸗ den; das wunde an einem liebenden. Zu ihren Füßen will ich die Güter des Lebens niederlegen, ſie beſchwören, mein eitles Glück mit mir zu genießen; ihr Gatte ſeyn, von ihr beweint hinübergehen!

Er hatte im Feuer der Rede Fernandez Hand ergriffen, deſſen Stirne ſich verdüſterte, während ſein offenes Auge eine bekümmerte Freundlichkeit ausſprach. Langſam entzog der Sparier dem Bittenden die Hand, ſtand auf, ſchlug ſinnend die Augen gegen die Decke, überlegte einen Moment, wäh⸗ rend James Blicke bittend an den Seinigen hingen, und ſagte hierauf mit ernſtem aber bewegtem Tone:Kommen Sie mit mir, Sennor, ehe ich Ihnen antworte.

James erſchrack vor dieſem Tone.Sie ſprechen wie ein ſchauerliches Orakel! ſagte er bange:ſoll ich Ihnen zu einem Grabe folgen? zu den Wohnungen Ihrer Väter? Ach! der Muth des Soldaten beſteht nicht vor ſolchem Anblicke!

Statt einer Antwort winkte ihm Fernandez noch einmal, ſchweigend, zu folgen. Mit Anſtrengung, mit ahnendem Wi⸗ derwillen that es der Kapitän. Sie gingen durch das Haus,