Teil eines Werkes 
3. Band, Der Jesuit : Charaktergemälde aus dem ersten Viertel des achtzehnten Jahrhunderts : 3. Band (1838)
Entstehung
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Eine begreifliche Bosheit, antwortete Fernandez mit verächtlichem Achſelzucken,wenn es wahr iſt, was Vater Luis behauptete: daß das Provincialat zu Cordova eine Franzöſin, die Euch hieher begleitet, und ſich in der Mord⸗ nacht auf dem Schiffe der Jeſuiten gerettet, gezwungen habe, unter dem falſchen Namen der Sennora Müſſinger in jenes Kloſter zu treten.

Abſcheulich!

Und nicht zu bezweifeln. Luis verläumdete nicht, und war ſelbſt nach Cordova gereist. Die Ueberzeugung, daß weder Müſſinger noch ſeine Tochter jemals wiederkehren wür⸗ den, ihre Anſprüche zu behaupten, die Begierde nach den bedeutenden Summen des Teſtaments waren die Triebfedern, und die ſchwere Ordensregel hindert das arme Schlachtopfer der trügeriſchen Willkühr auf ewige Zeiten, ihre Beſchwerden öffentlich zu machen!

O! ſo hat auch dieſe, in den Netzen, die ſie weben half, befangen, ihre Strafe gefunden! ſagte James, nachdenkend vor ſich hinſtarrend:der Fluch, der dieſe Werkzeuge ver⸗ folgt, läßt in mir faſt nicht die Hoffnung aufkommen; raubt mir faſt den Muth, Euch, mein verſtändiger Fernandez, nach der ſchönen Ines, der Tochter des abiponiſchen Oberhauptes zu befragen.

Ines? des Kaziken Tochter? Was führt Euch zu dieſer Frage?

Ich bin des Einſiedlerlebens zu St. Sebaſtian müde geworden. Dort habe ich kein Herz gefunden, mit dem ich, was das Schickſal mir gab, theilen möchte. In Paraguay hat mir einſt von Glück geträumt, von einem Glücke, das ich ſchnöde abgewieſen, um eines Schattens willen, der