Teil eines Werkes 
3. Band, Der Jesuit : Charaktergemälde aus dem ersten Viertel des achtzehnten Jahrhunderts : 3. Band (1838)
Entstehung
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Auch dieſe Hoffnung trog. In den Gefechten mit den wi⸗ derſpenſtigen Eingebornen ſuchte ich den Tod, und fand Rang und Ehre. Ich bin Kapitän geworden, könnte alle Freuden des Lebens genießen, verſchmähe ſie, und ſuche ſie hier hunderte von Meilen von St. Sebaſtian entfernt in der Erinnerung an eine ſchmerzlich-ſüße Zeit. Ich finde jedoch nur Gräber!

Auf ihnen wächst das Gras, wie einſt auf den Unſrigen; bemerkte Fernandez:Läßt indeſſen auch Gras über den Arg⸗ wohn und Verdacht wachſen, den ich vor Zeiten gegen Euch und Eure Freunde hegte. Ich habe Eure Handlungen wür⸗ digen und weiſer ſeyn gelernt.... Was iſt aus dieſen Freunden geworden, mein biedrer Herr?

Mein Pflegvater iſt nach Deutſchland zurückgekehrt; verſetzte James ſeufzend:zu ſpät, als ſchon Soldatenpflicht mich band, erfuhr ich es. Ich hätte ihn nie verlaſſen. Der Senator lebt bei ſeinen Kindern in New⸗York, wie ich ver⸗ nahm; und glücklich, wie es heißt, hat ſich Aller Loos ge⸗ ſtaltet. Ach, wie wünſche ich es ihnen! Mag mir der Him⸗ mel zürnen, wenn er nur Juſtinen lacht. In ihrer und ihres Gatten Tugend liegt der Segen, nicht in Birshers Reich⸗ thum, nicht in Müſſingers Banknoten, die

Die er verlor; fiel Fernandez ein:Luis Verwendung nützte nicht. Die Väter des Collegiums zu Aſſumcion läug⸗ neten das Leben des Senators, prunkten mit dem Teſta⸗ mente, und haben, es zu vollſtrecken, die Sennora Müſſinger zu Cordova bei den Carmeliterinnen einkleiden laſſen.

Juſtine? fragte James beſtürzt:ich falle aus den Volken! Iſt's ein Scherz oder ein unbegreifliches Räthſel?