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ſchlichten Mantel bergend, bald ſchnell ritt, die Gegend wie mit begeiſterten Augen überſchauend, bald langſam, den trä⸗ ben Blick zu Boden ſchlagend. Die Diener ſchwiegen, wie die von Arbeitern leeren Felder, und der Herr ſprach leiſe mit ſich ſelbſt.—„Dort liegen die neuen, muntern Hütten!“ ſagte er:„der Ort, den ich, auf la Guaſta, in dem Thale des guten Jeſus ſtehend, mit klopfendem Herzen herbei⸗ wünſchte; er iſt da. Werde ich ihn wieder froh verlaſſen, den ich froh und ahnend betrete? Da ſind die bekannten Wege; dort ſteht die Kirche, dort liegt des Pfarrers Hof! Ehrwürdiger Luis! Wo biſt Du, Du mein Tröſter?“
Der edle Mann war heimgegangen. Friſche Tamarinden, die er ſo ſehr geliebt, beſchatteten ſein Grab mit leichtem Blättergewebe. Unter dem Thore ſeiner ehemaligen Wohnung ſtand ein Anderer: ein Geiſtlicher, mit vornehmem, flachem Geſichte; rauchte ſeine Cigarre, grüßte den Reiter herab⸗ laſſend, und ſendete ihm, da dieſer betrübt vorüberzog, eine Dienerin nach, ihn zur Herberge einzuladen. Die Magd trug abiponiſche Züge. Der Offizier redete mit ihr.„Wo iſt Euer Pfarrer Luis?“—„Dort!“ antwortete das Weib, und deutete gen Himmel und nach dem Kirchhof.— Des Reiters Auge wurde naß.„Ich habe nichts mit Eurem jetzigen Pfarrer zu ſchaffen;“ ſagte er, wiewohl milde.„Danke ihm, mein Kind, in meinem Namen, und ſage Du mir, wo ich die ſchöne Ines finden mag. Sie iſt aus Deinem Stamme, wie mir bedünkt.“— Ines, Herr? Wir heißen Alle Ines.— „Die Tochter Euers Kaziken, die einſt verlorne Miſinga?“
Das Weib zeigte nach einem ſeitwärts liegenden, hübſchen Meierhofe, von Jalmen umweht.—„Fragt dort nach Mi⸗ ſinga, Herr! ſagte die Magd, und ging gleichmüthig davon.


