über den Sternen, als der letzte Ballen, der letzte Paſſagier, an Bord gekommen. Die Anker wurden gelichtet, die Flag⸗ gen aufgezogen, und hinaus in das ruhige Meer trieb der von ſiegreichen Hoffnungen befrachtete Kiel. Die See war gnädig, wie der Himmel es bisher geweſen. Die Fahrt war mit Segen bekränzt. In kurzer Zeit wurde die Strecke zum Aſyle zurückgelegt. Endlich— an einem lieblichen Morgen⸗ — kaum hatte die Sonne die Nebel überwunden,— riß ſich die Anſicht einer freundlichen Stadt vor den entzückten Rei⸗ ſenden auf. Hier die Rhede, dort der Flaggenthurmz hier die Feſtung mit ihren Fahnen und blinkenden Waffen, dort die lebendigen Landungsplätze: Gewimmel von Schiffen um ſie her,— wehende Wimpel, blendende Segel! die Kanonen donnern von Schiff und Kaſtell.„Hurrah!“ rufen die un⸗ geduldigen Matroſen.„New⸗York!“ ruft Georg Birsher, und drückt frohlockend, und allen förmlichen Zwang vergeſ⸗ ſend, die geliebte und liebende Juſtine an die Bruſt. Stadt, Feſtung, Hafen und das darinnen webende Volk,— anker⸗ haftende Schiffe und bewegliche Meereswellen nimmt der Edle zu Zeugen des Eides, den er ablegt, ſeine Liebe glücklich zu machen,— und Georg Birsher hat nie ſein Wort gebro⸗ chen!
Es waren mehrere Jahre verfloſſen, als ſich eines Abends, bei noch funkelndem Sonnenglanze, mehrere Reiter dem Dorfe Santa Dominica näherten. Drei derſelben, bewaffnete Die⸗ ner, wie es ſchien blieben ehrfurchtsvoll hinter dem Vor⸗ ausreitenden, der, ein junger Mann, mit vernarbtem, kriegeriſchem Geſichte, eine goldverzierte Uniform unter dem


