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gehen gegen den knechtiſchen Gehorſam, das ich verübte. Darauf ſteht der Tod!“
Juſtine wurde faſt ohnmächtig. Krampfhaft packte ſie Georgs, des Vaters Hände.„Der Tod?“ ſtammelte ſie: „Entſetzlich! Gräßlicher als ich je gefürchtet! Den Tod,? Herr Georg! Für Uns ſoll er ſterben? Nein! das dürfen wir nicht zugeben! Vom Arreſt hätte ihn Fürſprache, einſt vielleicht unſer Geld, endlich gewiß die Zeit befreit.. aber den Tod leiden? Nein! nein! guter James! es müßte kein Tropfen warmen Bluts in unſern Adern rinnen, wenn wir hier noch zögern könnten! Kommen Sie, Vater! kommen Sie, Herr Birsher!“
„Wie? wohin?“ fragten Beide ſtaunend. Das muthige Mädchen fuhr aufgeregter fort:„Hinüber in's portugieſiſche Lager, zu den Füßen des Commandanten! ihm alles zu ent⸗ decken, bei ihm um des armen Mannes Freiheit zu betteln! Doch nein“, ſetzte ſie bei,„Ihr Männer verſteht die Sprache der Vitte nicht; Ihr ſeyd nicht thätig, nicht ſtark in eurer trägen Betrübniß. Das Unglück rührt Euch nicht, wie es das Weib ergreift! Bleibt! ich will gehen! allein! unbe⸗ ſchützt, unbewacht! Es müßte kein Gott über uns leben, wenn ich nicht zum Befehlshaber dränge! Ich kann freilich nicht wimmern, nicht weinen, nicht ſchmeicheln; ich habe es nie gelernt; aber der Wahrheit wird der Commandant nicht widerſtehen, und der Portugieſe wird die Ritterlichkeit gegen Damen nicht verlernt haben!“
„Tochter!“ rief Müſſinger, ſie zurückhaltend.„Vas wol⸗ len Sie beginnen?“ ermahnte Georg,„In tiefer Nacht? des Wegs unkundig? Durch unſre und des Feindes argwöhniſche Poſten? Der Tod lauert auf Sie. Sie betrüben uns durch


