ein aus den Banden entſprungener Neger die Nachricht von des Jünglings Geſchick, und wie er ſich darein ergeben, in Franzisco's Lager.„Wohl bekomm's dem Ueberläufer!“ ſagte Fernandez trocken, und kümmerte ſich weiter nicht darum, mit wichtigern Angelegenheiten beſchäftigt. Einen bei weitem tiefern Eindruck machte die Kunde der Begebenheit auf Georg, auf den Senator; einen unbeſchreiblich bittern auf Juſtine. „James!“ rief ſie, mit dem ihr eigenthümlichen Scharfſinn errathend, wie alles ſo gekommen,„wißt Ihr denn, meine Lieben, daß er ſich für unſer Wohl hingegeben? O wie dieſe That ihn ſo glänzend aus dem zweideutigen Nebel ſeiner Vergangenheit hervorhebt! Wie wohlthuend dieſe Kunde in ihrer Bangigkeit zu meinem Herzen ſpricht!!„Wäre es möglich?“ ſagte der Senator, während Georg nachſinnend und betrübt vor ſich hinſtarrte,„wäre er dazu berufen, ſich immer für die zu opfern, die ſeinem Herzen weh thaten? die ſeinen liebſten Hoffnungen ein Hinderniß waren? er dazu beſtimmt, Georg von einer drohenden Gefahr zu retten?“
„Gewiß! gewiß!“ verſetzte Juſtine mit leuchtendem Auge, zweifeln Sie nicht, mein Vater, ſonſt läugnen Sie den Edelmuth in der Menſchenbruſt! Die wildeſte Gefahr droht uns. Wenn morgen die Feinde dieſes Thal erſtürmt, wenn ſie Georg gefangen hätten, auf welchen ihre Blicke gerichtet waren? Jetzt glauben ſie ihr Opfer zu halten. Jetzt iſt ihre Aufmerkſamkeit beruhigt. Jetzt können wir hoffen, während der muthige James hingeht, um für den dankbarſten Freund in das Gefängniß zu treten.“
„Sagen Sie: den Todesplatz!“ rief Georg mit heftiger Bewegung in ihre Rede,„Gefängniß büßt nicht das Ver⸗


