Teil eines Werkes 
3. Band, Der Jesuit : Charaktergemälde aus dem ersten Viertel des achtzehnten Jahrhunderts : 3. Band (1838)
Entstehung
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Todtenſtille im Kreiſe. Endlich faßte ſich der Pfarrer, und ſagte zu ihr in gebrochenem Deutſch:Es iſt beſſer, meine Tochter, daß der ſtarke Chriſt die Zweifelſchlange zertrete, denn die Wahrheit iſt dem Himmel lieb und der Erde angenehm. Ihr Vater iſt ſeit länger denn einer Woche abweſend. Er entfernte ſich ohne unſer Vorwiſſen, um in den unfernen Wäldern den Balſam zu ſuchen, der ſeine kranke Bruſt heilen ſollte. Ein Indianer hat ihn begleitet. Keine Nachricht ſeitdem, bis auf dieſen ſchrecklichen Fund, der uns nur zu deutlich macht, daß der Unglückliche eines wilden Thieres Beute geworden iſt. Faſſen Sie ſich. Gottes Rath iſt unerforſchlich, aber weiſe.

Juſtine ſank kraftlos in die Arme der Lainez, deren Au⸗ gen ſelbſt heiße Thränen entfielen. Eine erſchütternde Scene folgte. Luis unterhielt ſeine Ordensbrüder von der trauri⸗ gen Geſchichte; James ſtand ſeinem Pflegevater bei, der in trüber Wehmuth verging, und auf das Ergreifendſte immer wiederholte:Meine Schuld! meine Schuld! meine größeſte Schuld! Juſtinens Schmerz wurde brennend wie die Wunde an ihrem ſehnenden, zerriſſenen Herzen. Sie ſtieß die Lai⸗ nez von ſich, den tröſtenden James, den Doctor, der ſeine Leiden mit den ihrigen vereinigen wollte.WVeg! rief ſie außer ſich:Ihr Alle weicht von mir! denn Ihr habt unſer Aller Elend verſchuldet! Ihr habt meines Vaters Glück, ſeine Ehre, ſein Leben gemordet! Was ſoll mir Eure Theilnahme! Weg auch Du! fuhr ſie zürnend und wei⸗ nend fort, indem ſie den ehrwürdigen Luis, der ſich ihr nä⸗ herte, zurückwies:Du trägſt das Kleid dieſer Mörder, die⸗ ſer Diebe an Gut, Leben und Ehre! Weg! Deine weißen wie Deine fromme Stirne! Gebt mir meinen

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