Teil eines Werkes 
3. Band, Der Jesuit : Charaktergemälde aus dem ersten Viertel des achtzehnten Jahrhunderts : 3. Band (1838)
Entstehung
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Vater zurück! Ich habe tauſend Meilen gemacht, um Ver⸗ vannung und Unglück mit ihm zu theilen, und finde ihn im Rachen eines Ungeheners wieder! Und dieſes Ungeheuer iſt gnädiger als Ihr, denn es hat ihn ſchnell hinweggerafft⸗ während Ihr ihn langſam hingerichtet habt! Kann ich denn meinen Erinnerungen ſo wenig entfliehen, als dieſer qual⸗ vollen Gegenwart?

Sie drängte mit erneuter Kraft die Lainez von ſich; ihr Ayge fiel auf Iues⸗ die ängſtlich, aber freundlich zu der Fremden flehend, vor ihr auf den Knieen lag, ihre Hände drückte, ihr tauſend ſchöne Worte ſagte, und die kühlende beruhigende Frucht der Onembe bot; dem Gaumen der Er⸗ hitzten ein willkommenes Labſal. Die kindlichen reinen Züge der Indianerin ſtimmten Juſtinens Bewegung in ſanftere Wehmuth um; die Leidende geſtattete es, daß einige Tropfen des kühlenden Saftes ihre Lippen benetzten, ſie litt die Lieb⸗ koſungen der Indianerin; ſie drückte dieſelbe an ihre Bruſt. Ja! rief ſie ſchmerzlich:Du, fremdes Geſchöpf, Du biſt hier meine einzige Verwandte! Jene, die meines Welttheils Farbe und Sitten haben, ſind meine geſchworenſten Feinde! Sie haben meinen Vater in den Staub getreten, ſie werden mich nicht verſchonen! Sie haben ihn getödtet, ſie werden auch mich vergiften. Nur von Deinen Händen will ich meine Speiſe nehmen! Nur Du, mein Kind, meine Schweſter, nur Du ſollſt bei mir ſeyn, bis mich mein Gott wieder aus dieſem Mörderlande führt!

Beruhigen Sie ſich! ſagte der Rector von Aſſumcion, ein Franzoſe van Geburt, ſchmeichelnd und ſüß wie Honig: die arme Wilde hier verſteht nicht, was Sie ihr ſagen. Ihr Widerwille gegen unſern Troſt iſt dagegen unbegreiflich.