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brannten: Weihrauch dampfte; der ſilberhaarige Luis be⸗ gann die Meſſe. Anſtand und Würde von ſeiner, Andacht von der Zuhörer Seite, vereinigten ſich, den gewünſchten Zweck hervorzubringen. Die Indianer gingen ſtill befriedigt, an die Arbeiten des Feldes, um unverdroſſen die Stunde zu erwarten, in welcher Gott ſelbſt durch die Hand ihres Vaters ihnen Nahrung ſpenden würde.—
James wünſchte dem aus der Kirche tretenden Pfarrer Glück zu der Ruhe und fleißigen Eintracht in ſeiner Kolonie. Louis lächelte und ſagte:„Das findeſt Du in allen unſern Doctrinen, mein Sohn, Friede iſt erſte Bedingung des Glücks, und Friede halten wir.“
„Dieſe Leute beſitzen jedoch nichts;“ wendete der junge Mann ein:„Sie ſind in jedem Stücke abhängig.“
„Zu ihrem Beſten, Freund:“ ſagte Louis lebhaft;„eigenes Beſitzthum war die Quelle der Habſucht, des Neides, des Diebſtahls, des Mordes. Wir kennen dieſe Dinge kaum von Namen; niemals hat ſeit meiner Amtführung einer von den hier angeſiedelten Quaraniern etwas entwendet; niemals endigte ſich ein Streit mit Blut. Dieſe wilden Stämme, durch Ueberredung und Scharfſinn dem Walde, den Bergen und der Flußräuberei entfremdet, müſſen wie unmündige Kinder gehalten werden. Freilich wird einſt die Zeit kommen, die auch hier die Mündigkeit befiehlt; ich er⸗ lebe ſie aber nicht mehr.“
„Ihre Geſundheit, mein Vater, wird noch lange der Zeit trotzen.“
„Die Zeit, mein Sohn, iſt der Tropfen, der den Stein
höhlt. Gott ſey Lob indeſſen für die Kraft und den Froh⸗
ſinn, die mich in meine Silberzeit begleitet haben. Weißt


