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Du jedoch, woher das kömmt? ich bin im Gemüthe ruhig geweſen mein Lebelang. Ich habe nie hoch hinaus gewollt, nie von Ehrgeiz und Würden geträumt. Ich wundere mich ſelbſt, daß ich Pfarrer geworden bin; ich meinte, höchſtens zum Vikar tauglich zu ſeyn. Aber der Pater Provinzial zu Cordova meinte es anders, und Gott hat mir mit dem Amte auch leidlichen Verſtand dazu gegeben. So lebe ich denn ruhig und zufrieden hin, ohne Sorge, ohne Plage. Mich kümmert's nicht, was die Herren zu Cordova treiben; ich bin ſeit vierzig Jahren Bauer geworden, und die Bauern um mich her haben gelernt, mich nicht nur Vater zu nennen. In dieſer rohen aber guten Kinder Mitte will ich ſterben, arm und geliebt: das iſt Alles, was ich wünſche. Daher bin ich auch geſund und friſch; friſcher als Euer Pflegevater, der um zwanzig Jahre Lebens jünger iſt, denn ich. Er trägt Gram auf dem Herzen; ich kenne den Kummer nicht; er hat ſein Haus noch nicht beſtellt... ich habe ſeit vierzig Jahren meine Lampe angezündet. Er iſt ein armer Mann, weil er zu Viel weiß, weil er zu Viel zu thun gezwungen geweſen, weil.. doch ich vergeſſe, daß ich zu ſeinem beſten Freunde rede, der Alles dieſes beſſer wiſſen muß, als ein beſchränkter Landgeiſtlicher aus dem Miſſionlande. Bei⸗ läufig nur ſo viel: deine Weigerung, endlich das Kleid zu nehmen, mein guter fremder Sohn, trägt viel zu Pater Taver's Betrübniß bei.“
„Mein Vater“
„Stelle Dich nicht verwundert;“ unterbrach ihn der Pfarrer gutmüthig aber eindringlich:„höre mich an: Du haſt Dich verpfändet; Du mußt Dich löſen; das iſt Eins. Du mußt denjenigen löſen, der aus Menſchenfreundlichkeit


