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Feder und Achſelquaſte, ein gemeiner Reiter und dienender Gefährte des Offiziers, nahm keinen Antheil an dem Ge⸗ ſpräche, und wanderte einſam um die Gallerie, bis er auf die, dem Offizier entgegengeſetzte Seite zu ſtehen kam. Da legte er beide Ellenbogen auf das Geländer, ſtützte ſich auf dieſe, und bückte ſich nachdenkend hinunter. Juſtine war dem Menſchen gefolgt. Er hatte— ſo fremd ſeine Kleidung war,— ſo viel Bekanntes in ſeiner Haltung;.. neugierig lauſchte ſie, verwendete kein Ange von ihm, und.. als er einmal das Kasket abnahm, um ſich den Schweiß abzu⸗ trocknen, als ein jugendlich melancholiſches Geſicht darunter zum Vorſchein kam— da bewegte ſich Juſtinens Herz in unentſchloſſener Freude. Der Soldat war James, ſeine ab⸗
ſichtsloſe Unbefangenheit ein Bürge, daß er hier nicht auf
hinterliſtigen Wegen wandle; daß er nicht, mit der Lainez einverſtanden, gekommen war, um Juſtine mit eigner Hand noch tiefer in das Netz zu verwickeln, das ſie bereits umgab. Vergeſſen waren alle Beweggründe, die einſt Juſtinens Un⸗ muth gegen ihn gereizt hatten; ſein ſoldatiſches Kleid, für Weiberherzen ſtets ein Vertrauen erregendes, zeugte von einer gänzlichen Veränderung ſeiner Lage, ſein Geſicht von be⸗ tümmertem Ernſte. Juſtine fühlte ſich hingezogen zu dem Jüng⸗ ling, der ihr ein Bekannter, ein ehemals geſchätzter Freund ge⸗ weſen. Da der Vater geflohen, da Georg verſchwunden— wo hätte ſie eine Seele finden können, ihr verwandter, angehörender als dieſer junge Mann? er oder Keiner war dazu gemacht, ſie den treuloſen Händen, worinnen ſie ſich befand, zu ent⸗ reißen, und ein innerer Zug beſtimmte ſie zur Zuverſicht auf ihn.
Ohne ſich ihrer klar bewußt zu ſeyn, hatten dieſe Gedanken den Sieg in ihrem Verſtande, in ihrem Herzen errungen. Leiſe, aber dennoch nicht ohne Geräuſch, hatte ſie das Fenſter aufgezogen. James ſah ſich um; Ueberraſchung, Freude,
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