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Menſchen gekommen. Zwei Senatoren, Commiſſarien des Bürgermeiſteramts, die in ihren ſchwarzen Kleidern und weißen Perücken ungeduldig im Regen warteten, riefen dem verdächtigen Collegen zu, die Thüre ſchnell aufzumachen. Müſſinger gehorchte; Commiſſarien, Hatſchiere, Volk, dran⸗ gen in das Haus. Juſtine wurde von des Vaters Arm ge⸗ riſſen, und flüchtete in das obere Stockwerk, deſſen Treppe von den Hatſchieren beſetzt wurde.„Ihre Papiere!“ hieß es unterdeſſen zu dem Senator. Er bückte ſich, die Thüre ſei⸗ nes Cabinetts zu öffnen. Sie war ſchon offen. Man trat ein. Der Pult war gewaltſam geöffnet von den Bü⸗ chern der Jeſuiten, die darinnen verwahrt geweſen, ſah der Senator, ſelber ſtaunend, keine Spur. Unglücklicherweiſe jedoch fand ein Spürhund in einem Winkel die Legenden der Heiligen Ignaz und Laver. Als ein Beweis des Ge⸗ ſuchten wurde das Buch mit Jubel empfangen.„Unwürdi⸗ ger Mann!“ ſagte ein Senator zu dem verſtummenden Müſſinger:„die Schlüſſel zu der Kaſſe, damit ſie für's Erſte in Beſchlag genommen werde!“„Oeffnen Sie die geheimſten Fächer des Büreau's!“ ſagte der Zweite:„man hat Sie mit Seelenverkäufern umgehen geſehen; nach der Ausſage Ihrer eigenen Comtvirbedienten Nothhaft und Berndt. Wo iſt die Correſpondenz über dieſen ſchändlichen Trafik?“—
Müſſinger läugnete und verwies auf ſeine Handels⸗ ſcripturen.
„Wer ſeinen Gott verläugnen kann, lügt auch vor Men⸗ ſchen!“ ſagte Einer der Commiſſarien:„wie kömmt es aber, daß Ihr Pult bereits geöffnet, gewaltſam geöffnet iſt?“—
Müſſinger bezeigte ſeine Unwiſſenheit.


