Teil eines Werkes 
3. Band, Der Jesuit : Charaktergemälde aus dem ersten Viertel des achtzehnten Jahrhunderts : 2. Band (1838)
Entstehung
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Während deſſen ſchritt, von einem angſterregenden Men⸗ ſchengedränge umgeben, von Juſtine unterſtützt, der todten⸗ ähnliche Müſſinger durch die Kirche und über die Gaſſen. Es regnete entſetzlich.Warum gehſt Du nicht zu der Mutter? fragte er die Tochter leiſe und ohne die Augen zu ihr aufzuheben.Ich bleibe bei Ihnen, erwiederte ſie ſanft:ich kenne die Mutter nicht mehr. Ich habe im Stil⸗ len geahnt, was Ihre Vernichtung mir beſtätigt! Ach, ich habe nicht falſch geſehen;.. der Doctor!. Aber ich liebe Sie jetzt mehr, um Ihres Unglücks willen, und begehre nicht, von Ihnen mich zu trennen.O mein armes, einziges, liebes Kind! ſprach der Senator unter Wehmuths⸗ wellen, und ſchauderte ſichtbar zuſammen, weil eine Menge Volks vor ſeinem Hauſe ſichtbar wurde, und die Hellebarden und rothen Röcke der Rathshatſchiere von der Thüre daher blinkten.Ich werde in Arreſt gebracht! ſeufzte der Beängſtigte. Juſtine erſchrack; ihre Thränen fielen auf ſeine Hand. Der Senator erhielt im Gedränge einen Stoß auf die Bruſt;z er ſah zur Seite und erblickte ſein ſchweres Porte⸗ feuille, das ihm eine hülfreiche Hand in den Buſen ſchob. Einen Gruß von den Herren! ſagte der blaſſe Litzach zu ihm, der ſich wieder niederduckte:Sie ſollen das bewahren und fliehen. Die Bücher ſind verbrannt und zerriſſen. Ernft hat Sie verrathen, fliehen Sie nach Amſterdam, der Doctor erwartet Sie.

Die Worte waren wie im Fluge geſprochen worden, und der dem Senator unbekannte Bote verſchwand. Der Sena⸗ tor verbarg mechaniſch das Taſchenbuch, das ſeine Wechſel und Obligationen enthielt, ohne darüber nachzudenken, wie es wohl aus dem verſchloſſenen Hauſe in die Hände jenes