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ſeine Portion genoſſen, ſtand hinter dem Herrn, und produ⸗ cirte eine eingelaufene Miſſive nach der Andern, eine Reihe abzuſendender, und eine Menge, der Unterſchrift bedürftiger Papiere. Müſſinger las und unterſchrieb ſchweigend, ſandte den Buchhalter hinunter, beſchied Berndt in einer Stunde auf ſeine Stube, und fragte, nachdem auch dieſer feuerroth hinweggegangen, mit ungewöhnlich ſanftem Tone:„Wie uun, Jacobine, unv Du mein Juſtinchen? Iſt denn ſchon die Tafel für den zu erwartenden Gaſt geordnet?“— Juſtine wollte die Mama antworter laſſen, aber die Senatorin hatte dazu keine Luſt. Mit einem tiefen Seufzer ſetzte ſie die Taſſe geräuſchvoll hin, kehrte dem Senator n0 den Rücken, und ſtarrte in's Blaue.—„Ei Jakobine..— ſagte Müſſinger hierauf ſtaunend und gereizt,— täyrte ſich der Schmollen⸗ den, und wollte die Hand auf die Lehne ihres Stuhles legen, um ſich vertraulich zu ihr her abzubücken; aber wie vor einem Scorpion fuhr die Senatorin empor, wiſchte ſchnel mit ihrem Schnupftuche die Stelle ihres Kleides ab, woran zufällig ſein Finger geſtreif hatte, und ſchritt trotzig und ſtumm in's Seitenzimmer. Die Thüre ging krachend hinter ihr zu.— „Was bedeutet das?“— fragte Müſſinger, ſeine Jaſt kaum bezwingend. Juſtine erzählte ſchüchtern und verlegen, daß ſich der Mutter Betragen ſeit ihrem Spaziergange von geſtern nach dem Ritterhofe geändert habe; daß ſie nichts über die Veranlaſſung zu dieſem ſtummen Groll geäußert, und daß ſie, Juſtine, von der Sache nicht das Geringſte begreife.— „Mit wem hat Deine Mutter draußen geſprochen?“— fragte der Vater mit krauſer Stirne. Juſtine geſtand, daß ſie, in Scherz und Gelächter mit andern Perſonen ihres Alters und ihrer Bekanntſchaft vertieft, es nicht bemerkt habe.


