Teil eines Werkes 
3. Band, Der Jesuit : Charaktergemälde aus dem ersten Viertel des achtzehnten Jahrhunderts : 2. Band (1838)
Entstehung
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hinzu:Ihr Heiligen Alle, deren Häupter aus dieſen Bil⸗ dern, mit Dornen und Blut bekränzt, ſchauen! nehmt Euch meiner an, daß ich nicht vergehe in muthloſem Schwanken! wahrt mir doch den Frieden, den ich kaum durch einen bei⸗ ſpiellos raſchen Entſchluß gewonnen! Sein Blick fiel auf den Rand eines Kupferſtichs, und in dem Blicke ging es auf wie ein Freudenfeuer.Münzner! Münzner! iſt das nicht Claras Weltname? Und iſt ſie nicht der Engel, der heute mein Pathe geweſen? Und ich ſollte friedlos bleiben, da ſie für mich zu den Füßen des Heilands betet? Muth, mein Herz! Die Glycke, die zum Frühſtück rief, ertönte.

Der Senator verſteckte das Gebetbuch, zog ſein Geſicht in die gebieteriſchen Alltags⸗Falten, und begab ſich zur Wohnſtube. Der Kaffee dampfte von dem blaudamaſtenen Tafeltuche, das glänzende goldgeringelte Porzellän, berührt von dem ſchweren ſilbernen Geräthe, erklang hell; im Uebri⸗ gen blieb es ſtumm in dem kleinen Kreiſe. Die Senatorin, die kaum den Morgengruß des Mannes erwiedert hatte, ſaß, zwar ihm zur Seite, aber dennoch halb von ihm gewendet, und genoß, die Taſſe in der bequem ruhenden Hand haltend, das Frühſtück und den Morgenſtrahl, der durch's Fenſter ſchlug, zugleich. Juſtine hütete mit beſorgten Blicken bald den ſtillen Vater, bald die feindſelige Mutter, und beſtellte die Frühſtücks⸗Angelegenheit; ſchenkte ein, bediente, nöthigte wie es der Brauch war. Berndt ſaß unfern, wie ein Lämm⸗ chen, unfähig, ein Wäſſerchen zu trüben, unterrichtete bald den Principal von den Arbeiten, die er heute ſchon gethan, bald ſchoß er lauernde Blicke nach dem Mädchen. Der ernſte Buchhalter, gegen jede Kaffeebedienung deprecirend, zum zwanzigſten Male behauptend, daß er bereits in aller Frühe