Teil eines Werkes 
3. Band, Der Jesuit : Charaktergemälde aus dem ersten Viertel des achtzehnten Jahrhunderts : 2. Band (1838)
Entstehung
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bemerken, daß ſeinem Anſuchen bei weitem noch kein Amen geſprochen worden, aber unwillkührlich nahm ſeine Rede einen trügeriſchen Schein an, und Nothhaft wäre er auch nicht der alte dumm⸗dreiſte und hochmüthige Geck geweſen, wie ſonſt, hatte Urſache, mit mancher Hoffnung von dannen zu gehen.

Verzeihe mir der Himmel die Sünde, wie er mir heute bereits die ſchwereren vergab! ſagte der Senator leiſe vor ſich hin, wie im Gebet;ich konnte mir in der Verlegen⸗ heit des Augenblicks nicht zjn⸗ helfen. Der freche Tölpel, der ein Endchen meiner Geheimniſſe kennt, muß berückſich⸗ tigt werden; wenigſtens, bis er die Stadt im Rücken, den Weg nach ſeiner Heimath unter der Sohle hat. Er ging hin und her in der Stube, muſterte ſeinen Schreibtiſch, ſeine Bücher, zuckte auf wie vor dem Anblick einer Schlange, als er die beſtaubte Hauspoſtille darunter gewahr wurde, ſchob ſie mit unmuthiger Hand in einen klaffenden Wand⸗ ſchrank, und reinigte dann die Finger vom Staube.Wie dieſer Anblick mich plötzlich an die Jugend errinnert hat! ſagte er mit wehmüthigem Vorwurfe zu ſich ſelbſt;dieſes Buch, woraus ich meinen Eltern den Abendſegen leſen mußte, deſſen Haupt⸗Predigt⸗ und Erbauungsſtellen ich auswendig gelernt hatte, trotz dem Vater⸗Unſer... Dieſes Buch, worein der Vater alle Begebenheiten unſers Hauſes verzeichnete, wie eine Geſchlechterchronik, dieſes Buch ſoll mir von nun an ein Gräuel ſeyn! Er ſeufzte, drückte jedoch den Wandſchrank entſchloſſen zu, und zog ein kleines Büchlein aus dem Buſen, vas er mit einer ſeltſamen Miſchung von Neugierde, Zuver⸗ ſicht und Zweifel betrachtete.Du ſollſt in Zukunft mein Hort ſeyn? fragte er flüſternd und ſetzte, egin blätternd,