——————
—————
m——
9
Senator, ſo heißts: Kurz reſolvirt. Leberlegen Sie genau, wie's anzufangen ſeyn möchte, damit der Herr von New⸗York nicht an's Ueberlegen komme. Parbleu! Ihr Jawort iſt ſo gut als ſchon in meiner Taſche. Juſtinens wird ſich dann ſchon finden. Apropos indeſſen Ew. Edeln: dem ehrlichen Freiersmann kann es nicht angenehm vorkommen, wenn ſich die Braut an ein fremdes, leider malhonnettes Volk hängen will. Jungfer Juſtine iſt in der Education ſehr vernach⸗ läßigt.“
„Monſieur Nothhaft!“ ſagte Müſſinger erſtaunt, und wie⸗ der böſe werdend.
„Na! ruhig im Gemüthe Herr Senator! Ich hab's aus guter Quelle. Der engliſche melancholiſche Junker, der hier im Hauſe den Sprachmeiſter abgibt,— der verdient's, daß Sie ihm böſe, gram und giſtig werden. Er hat Juſtinen gekirrt; Parbleu! ich weiß es ſehr genau. Morgen⸗Prome⸗ naden— im Frühroth— Berndt hat's mit angeſehen, wie ſie plauderten, wie ſie Abſchied nahmen. Solche Luſtwandeleien im Morgenthau mögen vielleicht unter den grobhäutigen Eng⸗ ländern gäng und gäbe ſeyn, aber der gute Ruf unſrer deutſchen Töchter und Schweſtern bekömmt leicht davon den Schnupfen.“ 3ch werde die Sache unterſuchen;“ erwiederte der Sena⸗ tor ſtrenge; wendete ſich aber von dem Freiwerber ab, damit er nicht die Röthe der Schaam auf ſeiner Stirne bemerke: „Verlaſſen Sie ſich darauf: iſt's wahr,— ſoll's gewiß nicht mehr geſchehen!“
„Dann bin ich um meiner Jungfer Braut willen bereits content!“ äußerte Nothhaft, den Weg zum Abſchiede ſuchend. Der Sat ermangelte nicht, dem Zuberſichtlichen zu


